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"Fühle mich hier pudelwohl und würde gerne bleiben"

"Fühle mich hier pudelwohl und würde gerne bleiben"

Saarlouis. Entspannt wie selten kann Ricky Easterling in einem Café in der Saarlouiser Altstadt sitzen und einen Tee genießen. Den Klassenverbleib in der 1. Regionalliga Südwest hat er mit den Basketballern des TV Saarlouis geschafft. Auch wenn dem Aufsteiger das vor der Saison kaum jemand zugetraut hätte

Saarlouis. Entspannt wie selten kann Ricky Easterling in einem Café in der Saarlouiser Altstadt sitzen und einen Tee genießen. Den Klassenverbleib in der 1. Regionalliga Südwest hat er mit den Basketballern des TV Saarlouis geschafft. Auch wenn dem Aufsteiger das vor der Saison kaum jemand zugetraut hätte. Schließlich bestand der Kader nur aus sechs regionalliga-tauglichen Spielern, von denen nur Hari Mujkanovic und Easterling selbst aus dem Vorjahr noch dabei waren. "Ja, das war wirklich nicht einfach. Eine harte Zeit", erinnert sich der 25-Jährige. "Aber unser Trainer Chris Cummings hat uns immer wieder eingetrichtert, dass wir durchhalten sollen und dass sich harte Arbeit am Ende auszahlen wird. Und was soll ich sagen: Er hatte Recht." Der Abstiegskandidat Nummer eins mauserte sich zu einem Team, das jeden Gegner in der Liga in Verlegenheit bringen konnte.

Der US-Amerikaner aus Maryland hatte wieder großen Anteil daran. Mit 26,8 Punkten im Schnitt pro Partie ist er erneut bester Werfer der Liga. Doch das ist ihm persönlich gar nicht mal so wichtig. "Das ist schön, aber das nutzt nichts, wenn wir keine Spiele gewinnen. Es ist wichtiger, dass wir Siege einfahren", sagt er.

Doch es dauerte einige Zeit, bis die Mannschaft in Tritt kam. "Wir haben am Anfang gegen die guten Mannschaften der Liga gespielt, immer mitgehalten, hatten am Ende aber nie die Kraft, um auch mal eins zu gewinnen", erinnert er sich. "Bis wir dann in Stuttgart gewonnen haben. Das war so eine Art Initialzündung." Ein weiterer Schlüssel war die Verpflichtung von Aufbauspieler Matthew Reid im Dezember. "Das war eher Zufall, wir suchten eigentlich einen Spieler für unter dem Korb. Aber dann haben wir uns gesagt: Warum auf so einen guten Spieler verzichten? Und es stellte sich schnell heraus, dass er genau das war, was uns fehlte."

Easterling, der zuvor auf der Aufbauposition gebraucht wurde, konnte wieder auf den Flügel, seine Lieblingsposition. "Da hat es auf einmal gepasst, wir haben immer besser zusammengefunden und gegen Ende der Saison sehr souverän gespielt, gerade gegen die direkten Konkurrenten", sagt der 25-Jährige. Vor allem die Partien gegen Trier und Rastatt seien an dieser Stelle genannt. Die gingen in der Vorrunde verloren, bei den klaren Siegen in den Rückspielen jedoch zeigte sich, wie sich die Saarlouiser entwickelt hatten.

Die letzten beiden Partien zu Hause gegen die SG Heidelberg/Kirchheim (Sonntag, 17.30 Uhr, Kreissporthalle) und eine Woche später beim VfB Gießen gehen die Saarlouiser also eher entspannt an. Und sie planen schon die neue Saison. Wahrscheinlich mit Ricky Easterling: "Ich fühle mich hier pudelwohl. Das ist wie meine zweite Familie. Ich würde gerne bleiben."