FSG Ottweiler/Steinbach zwingt den SV Rohrbach in die Knie

Fußball-Saarlandliga : FSG zwingt Rohrbach in die Knie

Sieben Tore, drei Elfmeter, fünf gelbe Karten, eine rote Karte und ein spektakulärer Spielverlauf – beim 4:3-Heimsieg der FSG Ottweiler/Steinbach am Samstag gegen den SV Rohrbach wurde den 170 Zuschauern auf der Trift einiges geboten.

Es war der erwartete Abstiegskampf, ohne spielerische Glanzpunkte, aber mit viel Kampf, vielen Nickligkeiten und dem besseren Ende für die Gastgeber. Doch danach hatte es nach 45 Minuten gar nicht ausgesehen. „Nach einer für die Bedeutung des Spiels unterirdischen ersten Halbzeit von uns“, formulierte es FSG-Trainer Stephan Schock, lagen die Steinbacher zur Pause mit 0:2 zurück und es war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar, dass die Begegnung im zweiten Durchgang eine derartige Wende nehmen würde.

Rohrbach ergriff vom Anstoß weg die Initiative, spielte mutig nach vorn und ging bereits in der neunten Minute durch einen von Lars Borgard verwandelten Handelfmeter in Führung, FSG-Angreifer Bartosz Klosowski hatte den Ball im eigenen Strafraum mit dem Arm abgewehrt. Nach einer Viertelstunde hatten die Steinbacher die Dreifachchance zum Ausgleich. Zunächst konnte SVR-Torhüter Yannik Dettweiler einen Kopfball von Benjamin Veith nur mit Mühe über die Latte lenken und nach dem anschließenden Eckball wurde der Ball gleich zweimal auf der Linie abgewehrt. Die Gäste forcierten weiter das Tempo, ließen der Steinbacher Defensive keine Verschnaufpause und in der 28. Minute erhöhte Marc-Kevin Wunn nach einem mustergültig vorgetragenen Konter aus der eigenen Hälfte heraus auf 0:2. Danach erspielten sich auch die Platzherren noch einige gute Möglichkeiten, aber es blieb bis zur Pause beim 0:2.

Nach der Halbzeit gingen die Gastgeber weitaus entschlossener zu Werke und kamen in der 51. Minute durch Lukas Hainer zum Anschlusstreffer. Kurz darauf hatte Gästestürmer Norman Schmitt die Vorentscheidung auf dem Fuß, aber Sascha Seiwert im Steinbacher Tor klärte im letzten Moment mit dem Fuß. In der 65. Minute lag der Ball erneut im Rohrbacher Tor, aber Florian Schneider stand beim Torschuss im Abseits. Steinbach war jetzt drückend überlegen, zunächst aber ohne zählbaren Erfolg. Bis zur 76. Minute. Da kam Klosowski im Gästestrafraum an den Ball, setzte zum Schuss an und wurde dann von Benjamin Schlicker umgerissen. Die Konsequenz: Rot für den Rohrbacher Abwehrspieler und Elfmeter für Steinbach und den verwandelte Osman Akyol ganz sicher zum Ausgleich. Aber die Platzherren wollten mehr und es begann eine turbulente Schlussphase. In der 90. Minute erzielte Klosowski per Kopf die Steinbacher Führung und nur eine Minute danach war Patrick Feller zur Stelle und drückte eine Hereingabe von Hainer zum 4:2 über die Linie. In der 93. Minute zeigte der Unparteiische nach einem vermeintlichen Foul im Steinbacher Strafraum wieder auf den Punkt und Schmitt verwandelte den Elfmeter zum 3:4. Danach war Schluss und die Enttäuschung dem Rohrbacher Trainer ins Gesicht geschrieben.

„Das war natürlich ganz bitter“, meinte Fabian Schiffer, und er fügte hinzu: „Wir wollten das 2:0 auf keinen Fall verwalten, aber Steinbach war uns in der zweiten Halbzeit in allen Belangen überlegen.“ Für den Steinbacher Trainer Stephan Schock „war es ein wahnsinnig wichtiger Sieg“, sagte er nach dem ersten Dreier des Jahres.

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