1. Sport
  2. Saar-Sport

Frustabbau nach vergebenem Heimsieg

Frustabbau nach vergebenem Heimsieg

Das Remis im Montagsspiel der 2. Bundesliga bringt weder den 1. FC Kaiserslautern noch RB Leipzig entscheidend weiter. Dem FCK sitzen die Konkurrenten im Nacken, Leipzig hat kaum noch Chancen auf den Durchmarsch.

Wie sauer die Pfälzer über den vergebenen so wichtigen Heimsieg waren, bekamen als erstes die TV-Zuschauer zu sehen. Trainer Kosta Runjaic blaffte die Sky-Moderatorin an, der verhinderte Sieg-Torschütze Alexander Ring flegelte sich völlig unprofessionell gleich durch zwei Interviews. Doch während der 1. FC Kaiserslautern nach dem 1:1 (1:1) im Montagsspiel der 2. Liga die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga immerhin weiter im Visier hat, verspielte RB Leipzig wohl endgültig die Chancen auf den Durchmarsch.

"Der Punkt bringt nicht viel. Wir müssen Kaiserslautern ja noch überholen. Dennoch werden wir nicht aufgeben - das darf man nie im Fußball", sagte der umworbene Stürmer Yussuf Poulsen, der die Gäste vor 31 141 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion mit seinem elften Saisontor in Führung gebracht hatte (16.).

Schon vier Minuten später sorgte Stürmer Simon Zoller, der vor der Pause aufgrund einer leichten Oberschenkelverletzung raus musste, für den Endstand in dem hart umkämpften Duell. In der Schlussphase sah der Leipziger Emil Forsberg (89. Minute) die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels.

Und als ob Ralf Rangnick das unbefriedigende Ergebnis für den umstrittenen Brause-Club am 29. Spieltag vorausgesehen hätte, war der RB-Sportchef dem Betzenberg fern geblieben. So entging der "Professor" zudem den Fragen nach dem Trainer für die kommende Saison - der am Ende Rangnick heißen könnte.

Das Frage- und Antwortspiel war nach Abpfiff auch nicht die Stärke der Lauterer - obwohl der viermalige Meister (51 Punkte) immerhin den zweiten Platz von Darmstadt 98 (50) zurückerobert und Leipzig (44) auf Distanz gehalten hatte. Der Frust nach den beiden vergebenen Großchancen von Ring kurz vor Schluss (81. und 90.+3) saß bei den zu Hause weiter ungeschlagenen Pfälzern, die nach wie vor den dritten Aufstieg anpeilen, einfach zu tief.

So fuhr der verärgerte Runjaic ("Wir hätten das Spiel gewinnen müssen") bei der Analyse die TV-Moderatorin an und fragte barsch, wie viele Zweitliga-Spiele sie denn schon gesehen habe. Während der Coach kurz darauf zurückruderte ("Ich weiß, dass sie schon viele Spiele gesehen haben"), waren die Auftritte Rings vor den laufenden Kameras unsäglich. Der Finne verweigerte teilweise sogar die Aussage.

Und so war das Fazit der Lauterer Polizei fast noch das erfreulichste des Montagabends. Ausschreitungen oder gewaltsame Anfeindungen gegen die Leipziger waren im Gegensatz zu der Partie der Sachsen vor einigen Wochen in Karlsruhe diesmal zur Freude aller ausgeblieben.