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Frust beim Golfclub Homburg nach langer Schließung

200 000 Euro Verlust werden beklagt : Frust beim Golfclub Homburg nach langer Schließung

Während die Golfer in Rheinland-Pfalz in ihren Clubs schon seit 20. April wieder ihrem Hobby und Spiel nachgehen konnten, dauerte dies im Saarland einige Zeit länger. Erst am 4. Mai durfte man auf den Anlagen wieder abschlagen, so auch beim Golfclub Homburg/Saar am Websweilerhof.

Sechs Wochen musste der Golfsport auf unseren Bahnen ruhen“, ärgerte sich nicht nur Golfclub-Geschäftsführer Jochen Möller, sondern auch die rund 600 Mitglieder des in diesem Jahr 30 Jahre alt gewordenen Clubs. „Wir haben ein aus meiner Sicht sehr gutes Hygiene-Konzept aufgestellt, um früher wieder unseren Golfern ihr Spiel zu ermöglichen.“ Bereits am 16. April hatte man sich in einem Schreiben an Homburgs Bürgermeister Michael Forster gewandt und dieses Konzept zur „Lockerung des Sportbetriebs“ wegen der Corona-Pandemie ausführlichst dargestellt.

Möller: „Der Sicherheitsabstand ist beim Golfen natürlich vom Sport selbst schon gegeben.“ Beim Schlag werden Geschwindigkeiten des Schlägers von bis zu 180 Kilometern pro Stunde erreicht. „Die Geschwindigkeit der Hartkunststoffbälle erreicht sogar bis zu 270 Kilometern pro Stunde.“ Da sei es klar, dass man entsprechende Abstände zwischen den Spielern halte. Statt vier Spielern pro Gruppe pro Bahn, hatte Möllers Konzept nur zwei Spieler pro Gruppe vorgesehen, die zudem aus einem Haushalt sein mussten.

„Selbstverständlich haben wir Desinfektionsmaßnahmen ergriffen.“ Umkleidekabinen, Duschen, Sanitäranlagen und das Verwaltungsgebäude sollten weiter geschlossen bleiben, wie auch das Restaurant beim Golfclub Hofgut Websweilerhof. Möller: „Wir sind davon ausgegangen, dass man die ab dem 20. April durchgeführten Lockerungen auch bei unseren Club umsetzen sollte, um den Betrieb seitens der Stadt Homburg auch auf unserer Anlage zu erlauben.“ Beim vorliegenden Konzept zur Wiederaufnahme des Golfsports habe man sich an Empfehlungen des Deutschen Golf-Verbandes gehalten.

„Sport im Freien war inzwischen auch in anderen Sportarten, wie Fußball und Tennis, längst erlaubt. Nur die Golfer hinkten hinterher.“ Am 22. April erhielt Jochen Möller die Absage bezüglich Wiederaufnahme des Golfsports am Hofgut Websweilerhof. In einem mehrseitigen Schreiben seitens der Stadt Homburg hieß es unter anderem, dass es im Ermessen der Ortspolizeibehörde liege, ob der Betrieb der Anlage der Golf-Resort GmbH in Homburg erlaubt sei. „Eine Ausnahmegenehmigung wird nicht erteilt.“

Jochen Möller: „Ich finde das nicht richtig. Wir haben alles getan, was machbar ist und weshalb in anderen Golfclubs der Spiel- und Übungsbetrieb viel früher möglich war, als bei uns, kann ich einfach nicht nachvollziehen.“ Geschäftsführer Möller ist ziemlich empört. „Gut 200 000 Euro sind unserer GmbH durch die zu lange Schließung verloren gegangen.“ Er betont, dass alle Maßnahmen wegen der Corona-Krise richtig seien. Aber die komplette und zu lange Schließung der Golfanlage sei nicht akzeptabel gewesen. Wie erwähnt läuft nun der Spielbetrieb auf den 18 Bahnen beim Golfclub Homburg/Saar-Websweilerhof. Die Wogen des Ärgers wegen der Spielsperre haben sich etwas gelegt.