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Früher Schock, erfolgloser Sturmlauf

Früher Schock, erfolgloser Sturmlauf

Versagen der SV Elversberg wie so oft in den vergangenen Jahren in der Rückrunde wieder die Nerven? Das 0:1 am Mittwochabend zuhause gegen Hessen Kassel war nun die zweite Niederlage in Folge. Dabei ließ die SVE viel vermissen.

Die SV Elversberg scheint auch in dieser Saison nach der Winterpause einzubrechen. Am Mittwochabend unterlag die SVE vor 1220 Zuschauern in der Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde dem KSV Hessen Kassel mit 0:1. Dabei ließ die SV Elversberg spielerisch ganz viel vermissen und hatte in den 90 Minuten lediglich zwei Kopfball-Torchancen.

Vor der Partie gab es eine große Frage: Bricht das Team wie so oft in den vergangenen Jahren nach der Winterpause aus unerklärlichen Gründen ein, oder bleibt die Leistung auch nach Rückschlägen wie der Derby-Niederlage vom vergangenen Samstag konstant? SVE-Trainer Michael Wiesinger änderte seine Startformation im Vergleich zur 0:2-Niederlage beim 1. FC Saarbrücken auf zwei Positionen. Für den Gelb-Rot-gesperrten Innenverteidiger Kevin Maek lief Tobias Feisthammel auf. Und für Lukas Kohler spielte Maximilian Oesterhelweg auf der rechten Außenbahn. Und bereits in der fünften Minute herrschte in der SVE-Abwehr das erste Mal ein heilloses Durcheinander. Stellungsfehler gepaart mit fehlender Schnelligkeit ermöglichten Kassels Stürmer Mike Feigenspan den freien Durchmarsch Richtung SVE-Tor - Schuss ins lange Eck und 1:0 für die Gäste aus Hessen.

Es war der Schock für die SVE, den man unbedingt vermeiden wollte. "Der Rückstand hat uns definitiv geschockt", gab auch Wiesinger zu. Die Elversberger spielten in der Folge nervös, umständlich und nicht zielstrebig. Die Großchance zum Ausgleich kam erst in der 35. Minute. Stürmer Mijo Tunjic, der deutlich agiler wirkte als noch gegen den FCS, spielte den Ball auf die rechte Außenbahn zu Aaron Berzel und rannte sofort in den Strafraum. Berzel flankte, und Tunjic köpfte aus sechs Metern nur Zentimeter am Gästetor vorbei. Michael Wiesinger war die eine Chance seines Top-Torjägers allerdings zu wenig. Bereits nach einer Stunde wurde Tunjic durch Moritz Göttel ersetzt.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Sturmlauf der Elversberger, die mit aller Macht auf den Ausgleich drängten. Die Dauerbelagerung des Kasseler Strafraums brachte aber keinen zählbaren Erfolg. Nach allen von nahezu unzähligen Flanken, Eckbällen und Freistößen segelten die Elversberger Spieler am Ball vorbei. Die größte Chance zum Ausgleich hatte Göttel, doch der 23-Jährige köpfte nach einer Flanke des ebenfalls eingewechselten David Schloffer einen Meter am Kasseler Tor vorbei (80.).