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French Open: Tränen bei Lisicki, Kiefer steht in Runde zwei

Paris. Sabine Lisicki konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. "Ich hab's versucht", sagte die 19-Jährige schluchzend nach ihrem Erstrunden-Aus bei den French Open in Paris

Paris. Sabine Lisicki konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. "Ich hab's versucht", sagte die 19-Jährige schluchzend nach ihrem Erstrunden-Aus bei den French Open in Paris. Die Hoffnungsträgerin des deutschen Tennis erzählte ausführlich ihre Leidens-Geschichte der vergangenen Woche, die nun beim zweiten Grand-Slam-Tennisturnier des Jahres mit dem 2:6, 6:1, 1:6 gegen die Tschechin Lucie Safarova geendet hatte. Vor anderthalb Wochen war sie mit starken Bauchschmerzen ins Krankenhaus gekommen, die Ärzte diagnostizierten eine Blinddarmentzündung und wollten sofort operieren. Weil kein Platz im OP-Saal war, musste Sabine Lisicki eine Nacht warten. "Und dann hieß es: Es ist wohl doch nicht der Blinddarm", erzählte sie. Fünf Tage durfte sie nichts essen. "Ich hatte nicht die Zeit, um meine Energie wiederzubekommen", sagte die als Weltranglisten-39. aktuell beste deutsche Tennisspielerin. "Es war keine Kraft mehr da", analysierte Bundestrainerin Barbara Rittner. Als vierter deutscher Profi nach Anna-Lena Grönefeld, Kristina Barrois und Philipp Petzschner erreichte Altmeister Nicolas Kiefer dagegen die zweite Runde. Er besiegte den serbischen Qualifikanten Ilia Bozoljac in vier Sätzen. Mischa Zverev aus Hamburg gab gegen Potito Starace (Italien) beim Stand von 7:6 (7:5), 5:7, 0:1 wegen Magenproblemen auf. Titelverteidiger Rafael Nadal (Spanien) startete mit einem 7:5, 6:4, 6:3 gegen den Brasilianer Marcos Daniel. Herausforderer Roger Federer tat mit einem 6:4, 6:3, 6:2 gegen den Spanier Alberto Martin den ersten Schritt. dpa