Freiwasser: Andreas Waschburger schwimmt bei der WM über 25 Kilometer

Schwimmen : „Waschi“ hofft auf einen vorderen Rang

Der Saarbrücker Freiwasserschwimmer nimmt bei der WM in Südkorea die 25 Kilometer in Angriff.

An diesem Samstag startet für Andreas Waschburger die Mission Weltmeisterschaft. Der Freiwasserschwimmer aus Saarbrücken erlebt in Südkorea nach 2011, 2015 und 2017 seine vierte WM. Wenn am Samstag der Flieger mit dem 32-Jährigen an Bord nach Fernost startet, liegen harte Wochen hinter „Waschi“. „Ich habe viele Trainings- und auch Wettkampfkilometer abgespult“, berichtet der Schwimmer.

Waschburger geht diesmal über die nicht olympische 25-Kilometer-Strecke ins Wasser. Die WM-Qualifikation über seine olympische Stammstrecke 10 Kilometer hatte er gegen den Magdeburger Rob Muffels im Ausschwimmen knapp verloren. Dafür qualifizierte er sich als Sieger der offenen französischen Meisterschaften Ende Mai bei der letzten Chance für die 25 Kilometer. „In Frankreich bin ich zuerst die fünf Kilometer, dann die 25 geschwommen“, danach war ich etwas platt. Sein Zeitplan ließ dem Polizeikommissar aber keine große Pause. Denn bereits Anfang Juni startete er beim Weltcup im portugiesischen Setubal. „Dort ist es gut gelaufen, ich hatte nur einen kleinen Fehler, dass ich zu früh den Sprint angezogen habe“, erinnert sich der Saarländer.

„Waschi“ wurde in Portugal Zweiter und merkte die Belastungen eine Woche später. Beim Weltcup in Ungarn kletterte als 14. aus dem Balaton. „Da war ich schon platt“, erinnert er sich. Platt am Plattensee. Davor und danach trainierte er sechs Wochen lang bei Philippe Lucas im südfranzösischen Montpellier, ehe es vor zehn Tagen (Samstag, 29.6.) wieder ins Saarland ging.

In der Weltcup-Wertung ist Waschburger derzeit Zweiter. Allerdings wird er beim unmittelbar auf die WM folgenden Weltcup am 3. August in Kanada nicht schwimmen, die Zeit zwischen den Wettkämpfen ist zu knapp. Danach stehen für ihn noch die letzten Weltcups der Saison in Mazedonien Ende August, in Taipeh (Anfang September) und in China (Ende September) an.

Für die WM ist Waschburger optimistisch, auf einen vorderen Rang schwimmen zu können. „Nach dem Quali-Rennen in Frankreich sehe ich dafür gute Chancen“, sagt der Saarbrücker. Und auch, wenn die Distanz nicht olympisch ist und es daher nicht um die Qualifikation für die Sommerspiele 2020 in Tokio geht, hat er sich genauso vorbereitet wie für ein 10-Kilometer-Rennen. „Die WM ist natürlich wichtig. Und es sind wohl alle Favoriten am Start“, erwartet Waschburger einen harten Kampf um die Spitze. Geschwommen wird in der Nacht auf kommenden Freitag deutscher Zeit nicht im WM-Ort Gwangju, wo die Beckenschwimmer kämpfen, sondern etwa 100 Kilometer entfernt in der Bucht eines künstlichen Sees östlich der Stadt Yeosu. Waschburger ist fit und optimistisch. Und damit er auch auf den Punkt spritzig und nicht platt ist, wird er sein Kilometerprogramm Mitte der Woche runterschrauben. Denn die Mission WM soll am besten ähnlich erfolgreich verlaufen wie bisher der Gesamt-Weltcup.

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