Frauen des 1. FC Saarbrücken siegen 4:1 gegen den SV Meppen

2. Frauenfußball-Bundesliga : FCS meldet sich im Aufstiegsrennen zurück

Die Frauen besiegen den direkten Konkurrenten SV Meppen mit 4:1 und greifen wieder nach der 1. Liga.

Das triste Wetter passte so gar nicht zur Stimmung, die sich am Sonntag am Saarbrücker Kieselhumes nach dem Zweitliga-Heimspiel des 1. FC Saarbrücken einstellte. Nach sechs sieglosen Partien gelang der Elf von Trainer Taifour Diane in einer Regenschlacht gegen den SV Meppen das ersehnte Erfolgserlebnis. Die FCS-Frauen schlugen den bisherigen Tabellenvierten am Ende klar mit 4:1 (1:1) und überholten neben den Emsländern auch den USV Jena, der sich vom Zweiten Bayern München II 1:1 trennte. Damit liegt der FCS als Vierter hinter drei nicht aufstiegsberechtigten Reserveteams nun einen Punkt vor der Konkurrenz um die zwei Aufstiegsplätze.

„Die Erleichterung ist riesig“, sagte Angreiferin Chiara Loos, die ihr Team nach der Pause mit dem 2:1 auf Kurs brachte. Loos bekam nach gut einer Stunde links im Strafraum den Ball, ließ Meppens Verteidigerin Lisa-Marie Weiss stehen und knallte die Kugel mit all dem Frust, der sich zuletzt aufgestaut hatte, unter die Latte (65. Minute). „Die letzten Spiele liefen sehr enttäuschend, das hier gibt uns ein gutes Gefühl für die nächsten Partien“, ergänzte Loos. Bis dahin waren die Gäste eigentlich das spielbestimmende Team. „Meppen war ein sehr guter Gegner, in Hälfte eins hatten fast nur sie den Ball“, befand FCS-Stürmerin Jacqueline de Backer, die wegen Knieproblemen erst nach einer Stunde ins Spiel kam.

Die 24-Jährige sorgte für viel Belebung. Zehn Minuten nach dem 2:1 stand sie auch dort, wo eine Torjägerin stehen muss. Nach starker Vorarbeit der eingewechselten B-Jugend-Akteurin Milena Fischer verpasste Loos ihr zweites Tor, der abgeblockte Ball prallte zu de Backer, die zum 3:1 abstaubte (76.). Verteidigerin Michaela Drescher krönte ihre Leistung mit dem 4:1 (81.). Spätestens da war der holprige Auftakt samt Rückstand durch Shiho Shimoyamada (31.) vergessen. Schon vor der Pause hatte FCS-Kapitänin Lena Ripperger mit dem 1:1 (37.) die Hoffnung zurückgebracht. Am kommenden Sonntag muss der FCS zum 1. FFC Frankfurt II (17.30 Uhr).

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