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Frankfurter Fans sollen zahlen

Leverkusen. Das Feuerwerk von unverbesserlichen Eintracht-Chaoten hat die Sicherheitsdiskussion im deutschen Fußball neu entfacht. Das unverantwortliche Handeln dürfte die Diskussion um das am 12. Dezember 2012 verabschiedete Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) erneut anheizen. "Das Ganze ist schon schlimm genug

Leverkusen. Das Feuerwerk von unverbesserlichen Eintracht-Chaoten hat die Sicherheitsdiskussion im deutschen Fußball neu entfacht. Das unverantwortliche Handeln dürfte die Diskussion um das am 12. Dezember 2012 verabschiedete Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) erneut anheizen. "Das Ganze ist schon schlimm genug. Ich will mit weiteren Kommentaren nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen", sagte Schiedsrichter Wolfgang Stark, nachdem er zum Rückrunden-Auftakt beim 3:1 (2:0) von Bayer Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt das Bundesliga-Spitzenspiel nach einer Viertelstunde für sechs Minuten hatte unterbrechen müssen.Frankfurter Chaoten hatten unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw Bengalos abgebrannt und Silvesterraketen abgeschossen, die über dem Spielfeld explodierten. Auf Grund der starken Rauchentwicklung und weil ganz offensichtlich die Sicherheit der Spieler nicht gewährleistet war, schickte Stark beide Mannschaften kurzzeitig in die Kabine, um nach kurzer Pause das Spiel fortzusetzen.



Auf beide Vereine dürften Bestrafungen durch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zukommen. Bayer-Chef Wolfgang Holzhäuser will die Strafe an die Frankfurter Fans weiterleiten: "Diese Überlegungen stellen wir an. Schließlich wird es sich wohl um einen fünfstelligen Betrag handeln, den wir zahlen müssen." Er will beim nächsten Spiel der Eintracht in Leverkusen die Preise der Gästetickets um den Betrag der Geldstrafe erhöhen - pro Karte wären das vermutlich drei bis fünf Euro.

Der DFB-Kontrollausschuss nahm gestern bereits die Ermittlungen auf. "Wir hoffen, dass mit Hilfe der Polizei und Vereine die Täter identifiziert werden können und gezielt gegen einzelne Chaoten vorgegangen werden kann", sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker. Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen war auf Grund der Vorfälle außer sich: "Das ist eine verschwindende Minderheit, die müssen wir aus dem Stadion bekommen. Hier hilft nur noch das Ausgrenzen. Die wollen nur provozieren und benutzen den Fußball als Bühne. Sie haben gar kein Interesse am Fußball."

Ein spielerisches Feuerwerk brannte im Spitzenspiel gegen den Tabellenvierten nur der Tabellenzweite aus Leverkusen ab. Sebastian Boenisch (31. Minute), Stefan Kießling (33.) mit seinem 13. Saisontor und André Schürrle (58.) schossen am Samstag den fünften Bayer-Heimsieg in Folge heraus. Das Ehrentor von Alexander Meier (78.), der in dieser Saison auch schon zum zwölften Mal erfolgreich war, kam zu spät. "Bayer war heute eine Nummer zu groß für uns", konstatierte Bruchhagen. sid