Frankfurt und Dortmund bereiten sich auf Risikospiel vor

Frankfurt und Dortmund bereiten sich auf Risikospiel vor

Frankfurt. Rauchende Köpfe bei DFL und DFB, dicke Luft zwischen den Vereinen: Nach den Krawallen von Frankfurt arbeiten die Dachverbände des deutschen Fußballs an einem Sicherheitskonzept für das brisante Saisonfinale der akut abstiegsgefährdeten Eintracht beim deutschen Meister Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr)

Frankfurt. Rauchende Köpfe bei DFL und DFB, dicke Luft zwischen den Vereinen: Nach den Krawallen von Frankfurt arbeiten die Dachverbände des deutschen Fußballs an einem Sicherheitskonzept für das brisante Saisonfinale der akut abstiegsgefährdeten Eintracht beim deutschen Meister Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr). Gestern trafen sich die Sicherheitsbeauftragten der Deutschen Fußball Liga (DFL) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit Vertretern beider Clubs sowie der Polizei, um über Maßnahmen zu beraten. Schon vor den Ausschreitungen im Anschluss an das Bundesliga-Spiel der Eintracht gegen den 1. FC Köln (0:2) am vergangenen Samstag hatte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (Foto: dpa) erhöhte Sicherheitsmaßnahmen angekündigt: "Wir sehen ein gewisses Sicherheitsrisiko. Wir werden da einiges machen müssen."Für zusätzlichen Zündstoff sorgt ein verbales Scharmützel zwischen den Vereins-Bossen. Watzke übte heftige Kritik an Eintracht-Präsident Peter Fischer (Foto: dpa) und forderte eine Entschuldigung, nachdem dieser den aufgebrachten Fans bei der Randale in Frankfurt zugerufen hatte: "Dann schlagen wir eben den Scheiß-BVB." "In so einer Situation auf Populismus zu machen, ist verantwortungslos. Es ist traurig, wenn Herr Fischer glaubt, dass er im eigenen Lager Ruhe kriegt, indem er den Gegner beleidigt. Das ist eines Bundesliga-Präsidenten unwürdig", sagte Watzke. Fischer konterte: "Da waren Kinder im Block. Da hat man andere Sorgen. Da überlegt man nicht jedes Wort."

Der DFB-Kontrollausschuss wurde gestern tätig: Er leitete wie angekündigt ein Ermittlungsverfahren gegen die Frankfurter ein, die eine Stellungnahme liefern sollen. Mit einem Urteil sei frühestens in der zweiten Wochenhälfte zu rechnen. dpa