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Frankfurt im Viertelfinale der Europa League gegen Benfica Lissabon

Europa League : Adler fliegen weiter nach Lissabon

Eintracht Frankfurt droht im Viertelfinale der Europa League Zuschauer-Ausschluss.

Für eine wilde Europapokal-Party waren die Helden von San Siro zu müde. Strahlend vor Stolz, aber auch völlig entkräftet verließen die Spieler von Eintracht Frankfurt kurz vor Mitternacht die Katakomben des altehrwürdigen Giuseppe-Meazza-Stadions. Nach ihrem Sturm ins Viertelfinale der Europa League wollten die meisten der Eintracht-Profis nur noch schlafen.

Die nächste große Reise wartet schon: In der Runde der besten Acht trifft Frankfurt auf den portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon – jenen Club, von dem die Hessen ihren Top-Torjäger Luka Jovic mit Kaufoption ausgeliehen haben. Im Hinspiel am 11. April tritt die Eintracht bei den portugiesischen „Adlern“ an, das Rückspiel am 18. April steigt in Hessen. „Lissabon ist ein großer Club und eine tolle Stadt. Wir freuen uns über dieses grandiose Los“, sagte Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann. Im Halbfinale winkt ein Duell mit Ex-Titelträger FC Chelsea, der gegen Slavia Prag hoher Favorit ist.

Die Reise nach Mailand war bereits epochal. „Ich habe schon ein paar Spiele auf diesem Niveau gemacht, aber das heute ist etwas Besonderes“, schwärmte der saarländische Nationaltorwart Kevin Trapp nach dem 1:0 (1:0) im Rückspiel bei Inter Mailand (Hinspiel: 0:0). Topstürmer Jovic hatte bereits früh (5. Minute) die Weichen auf Sieg gestellt. Danach waren die Frankfurter jederzeit Herr der Lage, beeindruckten mit bärenstarker Defensive und hätten gut und gerne zwei, drei Treffer mehr erzielen können.

Allerdings lag auch ein dunkler Schatten über dem Sieg. Schuld daran hatte eine kleine Gruppe unverbesserlicher Pyromanen unter den Eintracht-Anhängern, die besonders in der Schlussphase erneut gezündelt hatte. Gut möglich, dass die Frankfurter in Lissabon auf eine ähnlich atemberaubende Unterstützung wie jetzt in Mailand verzichten müssen, weil sie unter Bewährung antraten. „Es ist ein No-Go“, klagte Trapp: „Wenn 15 000 hier mitreisen und sich auf ein Spiel freuen und Einzelne es kaputt machen, dann ist das einfach Schwachsinn.“