Formel 1: Vettel sieht sich nur noch als Außenseiter im Titel-Fünfkampf

Formel 1: Vettel sieht sich nur noch als Außenseiter im Titel-Fünfkampf

Singapur. Sebastian Vettel hat nichts mehr zu verlieren. Auf der Strecke kämpft der Formel-1-Pilot aus Heppenheim verbissen um seine WM-Chance, doch vor dem Auftakt zum Saisonendspurt gibt er sich entspannt wie lange nicht mehr. "Ich bin der Letzte in der Reihe der Titeljäger

Singapur. Sebastian Vettel hat nichts mehr zu verlieren. Auf der Strecke kämpft der Formel-1-Pilot aus Heppenheim verbissen um seine WM-Chance, doch vor dem Auftakt zum Saisonendspurt gibt er sich entspannt wie lange nicht mehr. "Ich bin der Letzte in der Reihe der Titeljäger. Ich bin der Außenseiter, die anderen sind die Favoriten", stellte der Red-Bull-Fahrer vor dem Großen Preis von Singapur fest (Qualifying am Samstag ab 15.30 Uhr, das Rennen am Sonntag ab 14 Uhr). Im spannendsten Titelkampf der Formel-1-Geschichte hat Vettel rechnerisch die schlechtesten Karten von den fünf Kandidaten. Das weiß einer wie er, der sich selbst managt und mit Zahlenspielen vertraut ist, am besten. Zudem liegt ausgerechnet sein Teamkollege Mark Webber vor dem Flutlicht-Spektakel an der Marina Bay an der Spitze der Gesamtwertung. Vettel weiß aber auch, dass seine Titelchance in den kommenden fünf Rennen größer ist als zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Damals wurde er Vize-Champion hinter Jenson Button. Gerade einmal 24 Punkte trennen Vettel vom führenden Webber (187 Punkte). 25 Zähler für einen Sieg in Singapur und eine Nullnummer seines Teamkollegen - und die Hierarchie im Red-Bull-Stall wäre wieder hergestellt.Zwischen den Konkurrenten haben sich noch McLaren-Mann Lewis Hamilton (182), Ferrari-Held Fernando Alonso (166) und Titelverteidiger Jenson Button (163) im zweiten McLaren platziert. "Ich habe immer noch eine gute Chance, Weltmeister zu werden", sagte Vettel. "Es gab in diesem Jahr soviel Auf und Ab, dass man keinen abschreiben sollte. Mit Fernando haben sie es schon zwei Mal gemacht, und jetzt ist er wieder da." dpa