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Formel-1-Piloten sorgen sich nicht um ihre Sicherheit

Formel-1-Piloten sorgen sich nicht um ihre Sicherheit

Greater Noida. Nach den beiden jüngsten Todesfällen im Motorsport ist die Sicherheit unter den Formel-1-Piloten zum Thema geworden. Nahezu alle Fahrer zeigten sich vor dem ersten Grand Prix in Indien an diesem Sonntag (10.30 Uhr/RTL) bestürzt über die tödlichen Unfälle von Indy-Car-Pilot Dan Wheldon und Motorrad-Fahrer Mario Simoncelli

Greater Noida. Nach den beiden jüngsten Todesfällen im Motorsport ist die Sicherheit unter den Formel-1-Piloten zum Thema geworden. Nahezu alle Fahrer zeigten sich vor dem ersten Grand Prix in Indien an diesem Sonntag (10.30 Uhr/RTL) bestürzt über die tödlichen Unfälle von Indy-Car-Pilot Dan Wheldon und Motorrad-Fahrer Mario Simoncelli. Doch sie nehmen die Horrorbilder als Teil des Berufsrisikos in Kauf. "Totale Sicherheit wird es nie geben", sagte Michael Schumacher gestern auf den "Buddh International Circuit" in Greater Noida bei Neu Delhis. "Ich bin mitgenommen durch das, was passiert ist, aber ich muss leider sagen: So läuft das Leben."Der für 290 Millionen Euro neu errichtete Kurs in Indian soll der zweitschnellste des Formel-1-Jahres werden - hinter Monza, wo 347 Stundenkilometer erreicht wurden. In Greater Noida erreichen die Fahrer Geschwindigkeiten von knapp 320 Kilometern pro Stunde. "Man kann sich es nicht vorstellen, dass einem selbst mal etwas passiert. So gehe ich daran", sagte Mercedes-Pilot Nico Rosberg. "Wir lieben den Nervenkitzel", betonte Doppel-Weltmeister Sebastian Vettel, der den verunglückten Moto-GP-Fahrer Simoncelli persönlich kannte: "Man sieht, wie schnell sich die Dinge ändern können."

Drei Rennen stehen noch aus, nahezu alle Entscheidungen sind gefallen, doch ruhig angehen lassen werden es Rennställe und Fahrer auf der neuen Strecke nicht. "Wir leben davon, die Autos ans Maximum zu bringen. Das wird auch diesmal so sein", sagte Schumacher. "Wir sind mehr als bereit, dass es endlich losgeht", sagte Weltmeister Vettel. Er will nach zehn Saisonsiegen die ausstehenden drei Rennen gewinnen, um den Siegrekord seines Kumpels Schumacher in einer Saison aus dem Jahr 2004 einzustellen. dpa