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Formel 1 nächstes Jahr mit Rebell Ferrari und seinen Verbündeten

Saarbrücken/Paris. Die unendliche Geschichte, der seit Wochen erbittert tobende Machtkampf zwischen dem Automobil-Weltverband Fia und Ferrari, hat sich am Freitagnachmittag in Wohlgefallen aufgelöst

Saarbrücken/Paris. Die unendliche Geschichte, der seit Wochen erbittert tobende Machtkampf zwischen dem Automobil-Weltverband Fia und Ferrari, hat sich am Freitagnachmittag in Wohlgefallen aufgelöst. Es kam, wie die Saarbrücker Zeitung in ihrem Kommentar vor dem Monaco-Grand-Prix die Lage zwischen den Streithähnen einschätzte: Nach heftigem Säbelrasseln wichen beide Seiten ihre harten Fronten auf, gaben klein bei, einigten sich auf einen Kompromiss. Und so zieht der Zirkus Formel 1 auch in der nächsten Saison mit Rebell Ferrari und dessen Verbündeten von Kontinent zu Kontinent. Die Formel 1 ohne Ferrari - das wäre nämlich wie eine Fußball-WM ohne Brasilien oder Paris ohne den Eiffelturm. Das war schließlich allen Beteiligten bewusst.Und so haben sich ordnungsgemäß am Freitag, letzter Tag der Meldefrist, alle Teams für die Formel-1-Saison 2010 eingeschrieben - allerdings verbunden mit Bedingungen. "Die Meldungen wurden am Freitag in Genf bei der Fia abgegeben und wir warten jetzt die Antwort der Fia ab", sagte Toyota-Teamchef John Howett und Vizepräsident der Vereinigung der Formel 1-Rennställe (Fota). "Die Fota bestätigt, dass alle Mitglieder langfristig in der Formel-1-WM der Fia vertreten sein wollen", teilte die Fota in einer Presseerklärung mit. Erst am 12. Juni will der Verband die maximal 13 Teilnehmer-Teams aus mindestens 15 Bewerbern vorstellen, nachdem sich auf jeden Fall fünf Neueinsteiger angemeldet haben. Bis zu jenem 12. Juni, das ist eine der beiden Bedingungen der Fota, muss auch ein neues Concorde Agreement mit dem Rechtemitinhaber Bernie Ecclestone unterschrieben sein, das die Verteilung der Gelder regelt und in dem sich die Fota-Teams zur Teilnahme an der Formel 1 bis Ende 2012 verpflichten. Bedingung Nummer zwei: Das Reglement 2010 soll auf dem derzeit gültigen basieren und für alle Teams gleich sein. kos/dpa