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Formel-1-Grand-Prix wohl sicher
Vettel bekommt sein Heimspiel

Die Tribünen beim Formel-1-Rennen auf dem Hockenheimring im Juli waren bestens gefüllt.
Die Tribünen beim Formel-1-Rennen auf dem Hockenheimring im Juli waren bestens gefüllt. FOTO: dpa / Jan Woitas
Hockenheim. Formel-1-Rennen 2019 auf dem Hockenheimring so gut wie in trockenen Tüchern. sid

Sebastian Vettel bekommt 2019 wohl doch noch sein Heimrennen. Der Ferrari-Star, Mercedes-Pilot Lewis Hamilton und Co. gehen auch nächste Saison beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim an den Start. Die Eigner der Königsklasse und die Betreiber des Hockenheimrings haben sich am Dienstag grundsätzlich über einen neuen Vertrag geeinigt, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten. Demnach stehe nur noch die Unterschrift unter der neuen Vereinbarung aus. Offiziell bestätigt wurde der Deal allerdings noch nicht, dies soll aber in den nächsten Tagen rund um das Rennen im italienischen Monza (Sonntag, 15.10 Uhr/RTL) geschehen.


Der Einigung zwischen den Besitzern der Formel 1 und dem Streckenbetreiber waren lange Verhandlungen über einen neuen Vertrag vorausgegangen, nachdem der bisherige Kontrakt mit dem Hockenheimring nach dem diesjährigen Rennen am 22. Juli ausgelaufen war. Der Formel 1 im Vettel-Land drohte lange Zeit das Aus. Zuletzt hatten allerdings beide Seiten ihr Interesse bekundet, das Rennen in der Kurpfalz zu retten.

Auf dem Weg zu einer Einigung ist Formel-1-Eigner Liberty Media dem Hockenheimring bei der Antrittsgebühr offenbar deutlich entgegengekommen. Die Summe hatte zuletzt dem Vernehmen nach zwischen 15 und 20 Millionen Euro gelegen, dies hatte das Rennen für Hockenheim und auch für den Nürburgring wegen des Zuschauerschwunds über Jahre zu einem Verlustgeschäft gemacht. Hockenheimring-Chef Georg Seiler hatte immer wieder betont, bei einem neuen Vertrag „kein finanzielles Risiko“ eingehen zu wollen.



„Es wäre eine Schande, den Großen Preis von Deutschland, eines der klassischen Rennen, zu verlieren“, hatte Vettel zuletzt gesagt. In diesem Sommer strömten am Rennsonntag rund 71.000 Fans an die Rennstrecke, so viele wie zuletzt 2005. Auch dies hatte dazu beigetragen, dass Liberty Media auf Deutschland nicht verzichten wollte. Zudem wird die für 2019 eingeplante Premiere der Königsklasse in Miami doch nicht stattfinden, sodass Platz für ein Deutschland-Rennen entstand. „Deutschland ist als Automobilnation mit einer großen Fanbasis ein wichtiges Land für uns. Die Kulisse im Motodrom in Hockenheim war beeindruckend. Und ja, natürlich wollen wir, dass die Formel 1 bei euch weiter wächst“, hatte Formel-1-Boss Chase Carey zuletzt gesagt.

Nach dem Ende der erfolgreichen Ära Michael Schumacher geriet die Königsklasse in Deutschland zuletzt ins Straucheln. Seit 2006 war Hockenheim nur in geraden Jahren Gastgeber des Großen Preises von Deutschland, im Wechsel mit dem Nürburgring. Dieser trat aus wirtschaftlichen Gründen letztmals 2013 als Ausrichter der Formel 1 auf.