Football: South West Wolves verlieren Derby gegen Hurricanes II 19 :35

Football : Wölfe bekommen Fell über die Ohren gezogen

Im eigenen Revier: South West Wolves verlieren Saarderby gegen die Hurricanes II mit 19:35. Am Samstag kommt Neuwied.

Lautes Geheule vor der Partie, aber anschließend über eine lange Strecke im eigenen Territorium zahnlos. Völlig verdient unterlagen die Footballer der South West Wolves am Samstag vor rund 1000 Zuschauern im Oberliga-Derby den Saarland Hurricanes II mit 19:35.

Rückblick. 2004 verloren die einstigen St. Wendel Griffins gegen die Reserve des Zweitligisten im letzten Derby in der Kreisstadt mit 6:48. Schon damals waren der aktuelle Wolves-Cheftrainer Bill Roberts und Henrik Keuth, der die Defensivreihe betreut, sowie Roman „Tackleberry“ Becker (bei den Canes Mädchen für alles) mit von der Partie. „Das Derby wird eine Standortbestimmung für den weiteren Verlauf der Saison“, lautete Tackleberrys Einschätzung vor dem Kick-off. Beide Teams hatten bislang je einen Sieg gelandet.

Für den Liga-Neuling South West Wolves sollte die Auseinandersetzung mit dem Saar-Rivalen der sportliche Höhepunkt in der noch jungen Vereinshistorie werden. Doch mit Spielbeginn wurden die Wölfe im eigenen Revier von den Gästen stark zurückgedrängt. Die Canes waren einfach sicherer in ihren Aktionen, und Etienne Kleer schaffte per Touchdown die 6:0-Führung. Jubel auf der Gegengerade bei den 150 Gästefans, Katerstimmung auf der Haupttribüne beim Anhang der Wolves.

Die sollte sich zunächst auch nicht bessern, zu deutlich war die Überlegenheit der Canes. Nils Johann erhöhte durch einen Touchdown auf 12:0, musste anschließend aber mit einer ausgekugelten Schulter ins Krankenhaus abtransportiert werden. Und es kam noch dicker: Touchdown Christopher Groß und eine Two-Point-Conversion – nach zwei Vierteln lagen die Wolves 0:21 hinten.

„Wir sind nicht ins Spiel reingekommen, weil wir am Anfang viel zu ängstlich agiert haben“, klagte Defensivtrainer Keuth. Nach der Pause wurden die Wölfe mutiger und besser. Starker Pass von Marc Wilhelm in den Turbolauf von Jordan Tunstall, der auf 6:21 verkürzte. Die Fans machten lautstark Rabatz. Doch das brachte die Canes nicht von ihrem Plan ab. „Wir waren gut vorbereitet und wussten, wie wir den Gegner zurückdrängen können“, meinte Gästetrainer Tim Walch. Bei Ballbesitz setzte seine Mannschaft immer wieder die einstudierten Spielzüge um. „Die waren ganz simpel gespielt, aber darauf haben wir keine Antwort gefunden“, gestand Keuth.

In der Offensive schafften es die Canes immer wieder, Spielmacher Kleer frei zu spielen. Seine präzisen Pässe legten die Mitspieler hinter der Linie ab. So wie Marcel Mutz zur 27:6-Führung, der Andreas Schröck mit dem Zusatzpunkt das 28:6 folgen ließ. Bei den Wolves klappte eigentlich nur das Zuspiel auf den pfeilschnellen Tunstall. Nach zwei irren Sprints konnte er zwischenzeitlich auf 12:28 verkürzen. Mit seinem dritten Touchdown stellte Tunstall dann den 19:35-Endstand her.

Mit zwei Siegen aus zwei Spielen haben sich die Canes II nun an die Tabellenspitze der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gesetzt. Aufsteiger South West Wolves belegt nach vier absolvierten Partien mit 2:6 Punkten Rang vier. Am kommenden Samstag, 15 Uhr, empfangen die Wölfe im St. Wendeler Sportzentrum das Schlusslicht Neuwied Raiders. Im Hinspiel feierten sie dort mit 48:13 ihren ersten Saisonsieg.

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