Fifa-Skandal: „Schiedsmann“ soll alle Berichte prüfen und bewerten

Frankfurt · Nach dem Friedensgipfel der zerstrittenen Ethik-Chefs soll ein "Schiedsmann" Licht in die Abgründe des Skandals im Fußball-Weltverband Fifa bringen. Die Aufklärung der Korruptionsvorwürfe bei den WM-Vergaben an Russland 2018 und Katar 2022 wird damit endgültig zur Hängepartie - der vermeintliche Abschlussbericht des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert scheint so gut wie wertlos.Der frühere Top-Manager Domenico Scala, seit 2012 Vorsitzender der Audit- und Compliance-Kommission der Fifa, werde "vollständige Kopien aller Berichte" der von Michael Garcia geleiteten Untersuchungskammer der Ethikkommission erhalten, teilten Garcia und Eckert, Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer, gemeinsam mit.

Scala werde dann entscheiden "wie viele dieser Informationen dem Fifa-Exekutivkomitee offen gelegt werden sollten". Wann und wie Scala für Aufklärung sorgen kann, ist völlig offen.