Feuertaufe für den „neuen“ TV Bliesen

Volleyball : Feuertaufe für den „neuen“ TV Bliesen

Die runderneuerte Mannschaft des Volleyball-Drittligisten startet mit einem Heimspiel gegen den TSV Stuttgart in die neue Spielzeit.

Die Generalprobe für die Volleyballer des TV Bliesen ist mit dem Sieg im Saarlandpokal am vergangenen Sonntag geglückt (3:0 gegen den TV Wiesbach) – nun folgt an diesem Samstag die Feuertaufe für die neu formierte Mannschaft des Drittligisten: Um 20 Uhr ist der TSV Stuttgart im St. Wendeler Sportzentrum zu Gast, wo die Bliesener auch in dieser Saison ihre Heimspiele austragen werden.

Vom Kader der letzten Saison sind beim TV mit Libero Sandy Schumacher und Mittelblocker Danny Haben nur noch zwei Spieler übriggeblieben, wobei Haben wegen eines Knorpelschadens im Knie noch einige Zeit ausfallen wird. Der Rest der Mannschaft besteht aus Neuverpflichtungen oder Rückkehrern. Wegen des großen Umbruchs fällt es Trainer Michael Hefter schwer, ein Saisonziel auszugeben. „Von der individuellen Klasse der einzelnen Spieler sind wir ähnlich stark wie letzte Saison“, erklärt der Übungsleiter. Die beendete Bliesen auf Platz vier – mit ein wenig mehr Glück wäre aber auch der Gewinn der Vizemeisterschaft möglich gewesen.

Das Hauptziel für die neue Runde ist aber erst einmal, nicht um den Ligaverbleib bangen zu müssen. Dass dies gelingt, davon ist Hefter felsenfest überzeugt: „Wenn es normal läuft und wir als Mannschaft funktionieren, sollten wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Da müssen wir keine Angst haben.“

Nach der fast dreimonatigen Vorbereitung hat Hefter auch schon ein Bild davon gewonnen, welche Stammformation er bei der „Feuertaufe“ für sein neues Team gegen Stuttgart aufs Feld schicken wird. „Die meisten Plätze sind vergeben“, sagt der Übungsleiter. Der einzig verbliebene Stammspieler der vergangenen Runde, Sandy Schumacher, dürfte seinen Platz als Libero sicher haben. Um die weiteren Plätze kämpfen die vielen Neuzugänge.

Einen ganz engen Konkurrenzkampf gibt es auf der wichtigen Zuspieler-Position. Hier überzeugten bislang sowohl der vom Ligakonkurrenten USC Konstanz nach Bliesen gekommene Philipp Sigmund wie auch der erst Ende August von Zweitligist FC Schüttdorf 09 verpflichtete Kanadier Joshua Lynch. „Beide sind ganz unterschiedliche Spielertypen“, verrät Hefter. Während der 26-jährige Lynch eine emotionale Spielweise bevorzugt, ist der gleichaltrige Sigmund ein „Ruhepol“.

Kein „Ruhepol“, sondern ein Angreifer, der den Gegner ins Schwitzen bringt, soll dagegen der von Zweitligist TV Rüsselsheim II verpflichtete Rückkehrer Markus „Max“ Jungmann sein. Der 30-Jährige dürfte „gesetzt“ sein, zumal Jungmann auch zum Kapitän gewählt wurde. „Max bringt viel Erfahrung mit und soll als Leader fungieren“, sagt Hefter. Die zweite Position als Außenangreifer könnte der luxemburgische Nationalspieler Maurice Van Landeghem (22) übernehmen.

Chancen auf einen Platz in der Stammformation kann sich auch dessen Landsmann, Rückkehrer Steve Weber, ausrechnen. Der 22-Jährige muss sich allerdings noch an eine neue Position gewöhnen. In der Vorbereitung wurde Weber vom Angreifer zum Diagonalspieler „umgeschult“. Im Block scheint der Amerikaner David Hancock gesetzt zu sein. „Er ist in der Mitte richtig gut“, sagt Hefter über den 23-Jährigen, der zuletzt in seiner Heimat bei den Chicago Iceman ans Netz ging.

Im ersten Spiel will Trainer Hefter mit seinem Team nicht nur sportlich erfolgreich sein, sondern zudem noch das Publikum begeistern. Die große Fan-Unterstützung in eigener Halle half dem TV Bliesen in der Vergangenheit nicht nur, den einen oder anderen Punkt zu holen, sondern auch neue Spieler vom Verein zu begeistern. In der vergangenen Saison kamen nie weniger als 400 Zuschauer zu den Heimspielen des Drittligisten. Damit dies so bleibt, sagt Hefter vor dem Auftakt: „Wir wollen gleich zeigen, dass wir attraktiven Volleyball spielen.“