Feuertaufe für den neuen Spielmacher

Saarlouis · Er soll der neue Kopf der Mannschaft werden, das Spiel der HG Saarlouis lenken: Ibai Meoki Etxebeste. Der Baske kam aus der 1. Liga Spaniens nach Saarlouis. Am Wochenende hat er seinen ersten Pflichtspiel-Auftritt.

 Meoki Ibai Etxebeste (rechts) soll bei der HG Saarlouis Merten Krings ersetzen. Eine schwierige Aufgabe – denn Krings war der Spielmacher der HG und ihr zweitbester Torschütze. Foto: Rolf Ruppenthal

Meoki Ibai Etxebeste (rechts) soll bei der HG Saarlouis Merten Krings ersetzen. Eine schwierige Aufgabe – denn Krings war der Spielmacher der HG und ihr zweitbester Torschütze. Foto: Rolf Ruppenthal

Foto: Rolf Ruppenthal

Ibai Meoki Etxebeste hat bisher nur gute Erfahrungen im Saarland gemacht. "Alle Leute hier, der Trainer, die Spieler und auch die anderen im Umfeld des Vereins, sind sehr nett. Mir gefällt auch die Umgebung. Ich fühle mich sehr wohl und bin glücklich", sagt der 26-jährige Handballer, der im Sommer vom spanischen Erstligisten Helvetia Anaitasuna aus Pamplona zu Zweitligist HG Saarlouis wechselte. Mit seinem neuen Club bestreitet er am Samstag sein erstes Pflichtspiel. Um 17 Uhr empfängt die HG in der ersten Runde des deutschen Handball-Pokals Drittligist TV Leichlingen. Im Erfolgsfall geht's einen Tag später um 17 Uhr gegen den Sieger der Partie zwischen Erstligist VfL Gummersbach und Zweitligist HC Erlangen.

"Ibai ist ein Mann im optimalen Handballer-Alter und ein ähnlicher Spielertyp wie Merten Krings. Ihn soll er auf der Spielmacher-Position eins zu eins ersetzen", sagt der HG-Vorsitzende Richard Jungmann über den Neuzugang. Mit Anaitasuna beendete Etxebeste die vergangene Saison auf Platz vier und erreichte damit die Qualifikation für den EHF-Pokal. "Die Saison lief sehr gut. Wir hatten eine sehr gute Mannschaft und eine tolle Atmosphäre im Team", erzählt der Baske. Den Wechsel aus der 1. Liga Spaniens in die 2. Liga Deutschlands sieht er als Entwicklungsschritt: "Ich möchte gerne die neue Kultur kennenlernen. Ich freue mich auch schon auf eine neue Handball-Erfahrung in Deutschland."

Einen wesentlichen Unterschied zwischen dem Handball, wie er in Spanien gespielt wird, und dem deutschen hat er auch schon ausgemacht: "In Spanien wird prinzipiell taktischer gespielt. Hier in Deutschland geht es körperbetonter zu." Der frühere spanische U21-Nationalspieler sieht seine Stärken ebenfalls in der taktischen Spielweise und gibt bescheiden zu Protokoll: "Ich muss noch viele Dinge dazulernen, um hier erfolgreich sein zu können."

Erfolgreich sein - das bedeutet in Saarlouis , die Klasse zu halten. Dass seine neue Mannschaft das dafür nötige Potenzial besitzt, dessen ist sich Etxebeste sicher: "Wir müssen aber noch viel gemeinsam trainieren, um uns besser kennenzulernen." Das gilt für die Harmonie auf und neben dem Spielfeld. Von seinem neuen Trainer Heine Jensen ist der Spanier jedenfalls begeistert: "Er arbeitet sehr gut mit uns und bereitet uns sehr gut vor. Er will, dass wir schönen und erfolgreichen Handball spielen. Das ist genau das, was ich auch möchte."

Duell gegen den Vorgänger

Was Ibai Meoki Etxebeste außerdem möchte, ist sein Ingenieurswesen-Studium noch dieses Jahr mit dem Master abzuschließen. Einen guten Abschluss braucht der neue Spielmacher auch auf dem Handballfeld, wenn er den zum TV Emsdetten abgewanderten Merten Krings dort ersetzen soll. Gleich am ersten Ligaspieltag, am 29. August, treffen der neue und der alte Spielmacher der HG dann um 19.30 Uhr in der Stadtgartenhalle aufeinander. "Ich kenne ihn nicht, habe aber schon viel über ihn gehört", sagt Etxebeste über Krings, der für Saarlouis in der vergangenen Spielzeit 155 Tore erzielte und damit hinter dem nach Eisenach gewechselten Dirk Holzner zweitbester HG-Schütze war.

Erfolgreiche Generalprobe für das Pokalspiel am Samstag: Gegen den luxemburgischen Vize-Meister Bascharage Handball Käerjeng gewann die HG Saarlouis am Dienstagabend mit 37:25 (15:14). HGS-Manager Richard Jungmann nannte das Ergebnis "standesgemäß". Spielmacher Ibai Meoki Etxebeste war nicht ganz zufrieden: "Das geht noch viel besser."

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