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Feuer unterm Dach bei McLaren

Sepang. Fernando Alonso spricht erstmals über seinen mysteriösen Unfall – und stellt dabei sein Team bloß. Entgegen der ursprünglichen Aussagen von McLaren berichtet der Spanier von Problemen mit dem Auto. Sid-Mitarbeiterpatrick Storzer

Fernando Alonso hat mit einem bemerkenswerten Auftritt vor seinem Comeback in der Formel 1 viele neue Fragen aufgeworfen. Der spanische Ex-Weltmeister brachte nicht viel Licht in seinen mysteriösen Trainingsunfall, warf dafür aber ein umso schlechteres auf sein McLaren-Team. Denn entgegen aller Aussagen der Engländer, dass es keine Fehlfunktion am Rennwagen gegeben hatte, stellte Alonso gestern klar: "Wir hatten definitiv ein Lenkproblem."

Was genau am 22. Februar in der Kurve drei des Circuit de Catalunya bei Barcelona wirklich passierte, wird vielleicht niemals herauskommen. "Fehlende Daten" nennt Alonso als Grund - und auf keinen Fall Lücken in seinem Gedächtnis. "Ich bin weder im Jahr 1995 aufgewacht, noch habe ich italienisch gesprochen. Ich war auch nicht bewusstlos im Auto", sagte der Spanier im Vorfeld des Großen Preises von Malaysia an diesem Sonntag (9 Uhr/RTL), bei dem er nach dem erfolgreichen medizinischen Test des Automobil-Weltverbandes erstmals nach seiner Rückkehr für McLaren an den Start gehen wird.

Auch die erste Theorie seines Teams, eine Windböe hätte den Unfall verursacht, dementierte der Spanier: "Nicht mal ein Hurrikan hätte das Auto bei dieser Geschwindigkeit bewegen können." Zwar entschuldigte Alonso die Aussagen seines Arbeitgebers mit dem medialen Druck nach dem Crash und der Einlieferung in ein Krankenhaus per Hubschrauber, doch letztlich sprechen Team und Fahrer nach Alonsos erstem öffentlichen Auftritt nicht mit einer Stimme.

Umso überraschender kam dann allerdings Alonsos Aussage, er sei "der glücklichste Mensch der Welt. Es ist ein sehr herausfordernder Moment in meiner Karriere, und ich bin bereit, den Kampf anzunehmen". Zudem habe er vollstes Vertrauen in sein Team. "Das Team hat im letzten Monat jede Komponente untersucht und alles ausgetauscht, wo es nur den leisesten Zweifel gab", sagte Alonso. Zudem sei er nach den letzten vier Wochen wohl "der am besten medizinisch untersuchte Fahrer der Geschichte der Formel 1 ".

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