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Festwoche als Reifeprüfung

Festwoche als Reifeprüfung

Dortmund. Erst der FC Sevilla, dann der FC Bayern - zwei Höhepunkte binnen vier Tagen wecken in der Fußball-Hochburg Dortmund Erinnerungen an glorreiche Zeiten

Dortmund. Erst der FC Sevilla, dann der FC Bayern - zwei Höhepunkte binnen vier Tagen wecken in der Fußball-Hochburg Dortmund Erinnerungen an glorreiche Zeiten. "Das ist eine dieser Festwochen, auf die wir lange hingearbeitet haben", sagt Mittelfeldspieler Kevin Großkreutz voller Freude auf die Duelle in der Europa League mit dem zweimaligen Uefa-Cup-Sieger aus Spanien heute (19 Uhr/Sat. 1) und in der Bundesliga mit den Münchnern am Sonntag (17.30 Uhr).

Der erfolgreichste Saisonstart der Clubgeschichte mit neun Siegen in zehn Pflichtspielen bescherte der jungen Dortmunder Mannschaft eine gute Ausgangslage. Gewinnt die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp nach dem 4:3 bei Karpati Lwiw auch ihr zweites Europa-League-Spiel, würde der Vorsprung auf den vermeintlich stärksten Gruppengegner auf sechs Punkte anwachsen - denn Sevilla verlor das erste Spiel 0:1 gegen Paris St. Germain.

Sorgen, dass dem Bundesliga-Zweiten angesichts seiner kräftezehrenden Darbietungen in der "Woche der Wahrheit" die Luft ausgehen könnte, hegt Hans-Joachim Watzke nicht. "Diese Gefahr sehe ich bei null - zumindest, was Sevilla anbetrifft. Über das Bayern-Spiel redet noch keiner", sagt der BVB-Geschäftsführer: "Unsere Mannschaft spielt nicht nur intensiven, sondern mittlerweile auch richtig guten Fußball."

Das einstige Sorgenkind mausert sich. Die lange Zeit dümpelnde Aktie des Fußball-Unternehmens, das vor der Insolvenz stand, kletterte auf ein Jahreshoch (1,32 Euro). Und aus der Finanznot hat der BVB eine Tugend gemacht: Ohne viel Geld gelang es, eine Mannschaft mit Perspektive zusammenzustellen. Präsident Reinhard Rauball sagt: "Dass das Konzept, auf junge Leute zu setzen, zu einem so überragenden Ergebnis geführt hat, war nicht abzusehen." dpa