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| 21:17 Uhr

Felix sucht sein Glück auf Schalke

Wolfsburg/Gelsenkirchen. Felix Magath ist dem Lockruf seiner heimlichen Liebe FC Schalke 04 gefolgt und soll den Traditionsclub als starker Mann zu langersehnten großen Erfolgen führen. Der 55 Jahre alte Fußball-Lehrer beendete gestern die wochenlangen Spekulationen und erklärte den nicht mehr überraschenden Abschied vom VfL Wolfsburg zum Saisonende

Wolfsburg/Gelsenkirchen. Felix Magath ist dem Lockruf seiner heimlichen Liebe FC Schalke 04 gefolgt und soll den Traditionsclub als starker Mann zu langersehnten großen Erfolgen führen. Der 55 Jahre alte Fußball-Lehrer beendete gestern die wochenlangen Spekulationen und erklärte den nicht mehr überraschenden Abschied vom VfL Wolfsburg zum Saisonende. Nur wenige Stunden später bestätigte der Revierrivale, dass Magath einen vom 1. Juli 2009 an geltenden Vierjahresvertrag als Trainer und Manager erhält. Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies verkündete den Coup mit Stolz und Genugtuung. "Er wird den Verein nachhaltig auf Erfolgskurs bringen", sagte Tönnies, dem Magath schon kurz nach Schalkes Trennung von Manager Andreas Müller vor Wochen "per Handschlag" sein Kommen zugesagt hatte. "Es geht Magath um die Emotion. Ich habe ihn emotional aufgeladen", betonte Tönnies, und hob die Atmosphäre des Reviervereins mit seinen Fans, dem Umfeld und der Arena hervor: "Schalke ist nicht Wolfsburg. Schalke ist Schalke. Und genau darum ging es Magath." Schon am Morgen hatte der VfL-Trainer erst dem Team und dann der Öffentlichkeit seinen Abschied aus der VW-Stadt mitgeteilt, der "seit Wochen klar" gewesen sei. "Wir haben die uns gesteckten sportlichen Ziele wesentlich schneller erreicht, als wir es gemeinschaftlich im Sommer 2007 bei meinem Amtsantritt formuliert haben", sagte Magath in einer VfL-Mitteilung. Vor seinem Wechsel ins Revier will der Coach mit den vier Spieltage vor dem Saisonende auf Platz eins stehenden "Wölfen" noch das große Ziel verwirklichen und erstmals den Meistertitel nach Wolfsburg holen. "Das Ziel ist erreicht, den Verein nach oben zu führen. Die Mannschaft ist jung, weiterhin entwicklungsfähig und perspektivisch an den Club gebunden", sagte Magath. Trotz vieler Gespräche mit dem VfL-Aufsichtsrat blieb eine Einigung aus. "Es gab gute Gründe für meine Entscheidung. Ich habe den Glauben daran verloren, dass man langfristig bei einem Verein arbeitet. Wenn es dann nicht mehr so läuft, wird einem der Stuhl vor die Tür gesetzt", so Magath. Gleichwohl sagte der VfL-Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Pötsch, man sei Magath "zu Dank verpflichtet. Er war innerhalb sehr kurzer Zeit sehr erfolgreich." dpa "Schalke ist nicht Wolfsburg. Schalke ist Schalke."Schalkes Aufsichtsrats-Chef Tönnies zu MagathMeinung

Magaths Lebensaufgabe

Von SZ-RedakteurMichael Kipp Felix Magath geht sportlich einen Schritt zurück, persönlich aber einen nach vorne. Mit der Betriebsmannschaft des Wolfsburger Autobauers kann er zwar deutscher Meister werden, könnte kommendes Jahr in der Champions League Vollgas geben - doch das ist nicht das, was Magath braucht. Das ist nicht das, was er will. Dass er auf Schalke mehr Geld verdient, ist sicher ein persönlicher Grund für den Wechsel. Dass er auf Schalke keine provinzielle Ruhe hat, weiß er, aber die will er auch nicht. Denn auf Schalke wartet die größte Herausforderung des deutschen Fußballs auf ihn. S04 war zuletzt 1958 Meister. Bringt er Schalke die Schale, wären seine zwei Meisterschaften mit Bayern München im Vergleich nur noch so viel Wert wie der Gewinn des Saarlandpokals. All das weiß Magath - und genau deshalb geht er völlig zurecht "auf Schalke". Denn nur dort kann er "unsterblich" werden.