1. Sport
  2. Saar-Sport

Fehlstart des Bundesadlers

Fehlstart des Bundesadlers

Düsseldorf. "Wir wollen auch in diesem Jahr unser Spiel immer weiter verbessern." Das hatte Bundestrainer Joachim Löw vor dem Spiel gegen Norwegen gesagt. Und er kann es auch nach der Partie sagen. Denn das gute nach der 0:1-Heimniederlage und einem völlig verpatzten Start ins Länderspieljahr ist: Es kann nur besser werden

Düsseldorf. "Wir wollen auch in diesem Jahr unser Spiel immer weiter verbessern." Das hatte Bundestrainer Joachim Löw vor dem Spiel gegen Norwegen gesagt. Und er kann es auch nach der Partie sagen. Denn das gute nach der 0:1-Heimniederlage und einem völlig verpatzten Start ins Länderspieljahr ist: Es kann nur besser werden. Ideenloser als gestern in Düsseldorf kann es eigentlich kaum werden.

Manchmal sah es so aus, als wollte das deutsche Team den Norwegern nach acht sieg- und drei torlosen Spielen unbedingt zu einem Erfolgserlebnis verhelfen. Mittelfeld und Abwehr des DFB-Teams luden die Skandinavier fröhlich zum Kontern ein, wovon deren einzige echte Spitze Thorstein Helstad ebenso eifrig Gebrauch machte (15., 22.), wie der dahinter aus dem Mittelfeld agierende gelernte Stürmer Daniel Braaten (21., 56.). Zumindest einmal hatte Deutschland dabei in Hälfte eins schon Glück, dass eine waghalsige Parade von Torwart René Adler keinen Elfmeter nach sich zog. Kurz: Eine Norweger Mannschaft, von der ihr Trainer Egil Olson vor der Partie sagte, es gebe in seiner wild zusammen gewürfelten Truppe Spieler, "die würde ich nicht mal in der Fußgängerzone von Oslo erkennen", erkämpfte sich von Beginn an sowohl Spielanteile, als auch Sympathien.

Der Rheinländer an sich ist ein fröhlicher Geselle. Das gilt vor allem in der närrischen Jahreszeit. Und da in einer Woche mit der Weiberfastnacht die tollen Tage beginnen, ließ sich das Düsseldorfer Publikum zunächst auch von einer bemühten, aber mäßig kreativen deutschen Elf nicht die Laune verderben. Die wenigen Chancen, die sich Jogis Jungs gegen ersatzgeschwächte Nordmänner erspielten, wurden ebenfalls fröhlich beklatscht: Ein sieben Meter Kopfball von Michael Ballack in seinem 90. Länderspiel vor der Pause (45.) ebenso wie ein satter Linksschuss von Mario Gomez aus 16 Metern, den Torwart Rune Almenning Jarstein gerade so parierte (58 .).

Doch irgendwann ist dann auch der Rheinländer mal genervt. Zehn Minuten vor der Halbzeit begannen die ersten der 45 000 Zuschauer zu pfeifen. Als dann Christian Grindheim nach einem strammen Flachpass von rechts von Morten Pedersen durch den gesamten 16er am langen Pfosten zum 0:1 einschob (63.), kippte die Stimmung vollends. Immerhin: Mit Andreas Beck (46. für Andreas Hinkel) und Mesut Özil (79. Für Trochowski) feierten die Debütanten 23 und 24 unter Löw ihre Länderspiel-Premiere. Sie hätten einen schöneren Einstand verdient gehabt.

 Torsten Frings (r.) durfte gestern in der Nationalmannschaft mal wieder von Beginn an ran. Hier ist der Werderaner im Zweikampf mit dem Norweger Martin Andresen zu sehen. Foto: dpa
Torsten Frings (r.) durfte gestern in der Nationalmannschaft mal wieder von Beginn an ran. Hier ist der Werderaner im Zweikampf mit dem Norweger Martin Andresen zu sehen. Foto: dpa