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Tennis
Federer freut sich auf den Rasen

Die Schweizer Tennis-Legende Roger Federer.
Die Schweizer Tennis-Legende Roger Federer. FOTO: dpa / Sebastian Gollnow
Stuttgart. Schweizer schlägt bei Turnier in Stuttgart auf. Deutsche starten gut ins Heimturnier.

Tennis-Ikone Roger Federer verneigt sich nach dem elften French-Open-Titel von Rafael Nadal vor seinem alten Rivalen. „Das ist unglaublich. Da bleiben nur die Superlative übrig“, sagte Federer am Rande des Tennisturniers in Stuttgart: „Ein Turnier überhaupt elfmal zu gewinnen, ist fast schon undenkbar. Das gehört zu dem Unglaublichsten, was es gibt.“


Paris-Rekordgewinner Nadal hatte am Sonntag im Finale von Roland Garros den Österreicher Dominic Thiem 6:4, 6:3, 6:2 bezwungen und den elften Titel bei seinem Lieblingsturnier gewonnen. Federer hatte die Sandplatzsaison wie bereits im vergangenen Jahr ausgelassen. Von Nadals Triumph konnte er „praktisch nichts“ sehen, weil er zeitgleich nach Stuttgart reiste. „Ich würde so eine French-Open-Schlacht gegen Nadal auch gerne nochmal haben, aber momentan ist der Fokus auf Wimbledon“, sagte Federer.

Das Turnier in Stuttgart ist für den 20-maligen Major-Sieger nicht nur wegen der Vorbereitung auf Wimbledon wichtig. Mit seinem ersten Turniersieg bei seinem dritten Start könnte Federer Nadal wieder von der Spitze der Weltrangliste verdrängen. „Das ist schon eine extra Motivation“, sagte der Australian-Open-Champion.

Die Deutschen starteten gut in ihr Heimturnier. Mischa Zverev (Hamburg), Talent Rudolf Molleker (Berlin) und Altmeister Florian Mayer (Bayreuth) zogen ins Achtelfinale ein. Der ältere Bruder von Alexander Zverev besiegte den Russen Michail Juschni 7:6 (7:5), 6:3 und trifft nun am Mittwoch auf Federer. Der erst 17 Jahre alte Molleker feierte beim 6:4, 6:7 (5:7), 6:3-Sieg im deutschen Duell gegen Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff (Warstein) den größten Erfolg seiner Karriere. Der 34 Jahre alte Mayer besiegte Lokalmatador Yannick Maden 6:4, 6:1.