Solo für Okoronkwo

Der 1. FC Saarbrücken hat seine erste Saison-Niederlage vom vergangenen Wochenende gut verdaut. Beim 3:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim II ließ sich der FCS auch nicht von einem frühen Rückstand schocken.

Im Freitagabendspiel der Fußball-Regionalliga Südwest besiegte der 1. FC Saarbrücken die TSG Hoffenheim II mit 3:1 (2:1). Der FCS war dem Nachwuchs des Bundesligisten aus dem Kraichgau dabei fast über die gesamte Spielzeit in allen Belangen deutlich überlegen.

FCS-Trainer Falko Götz hatte sein Team nach der 1:3-Niederlage bei Waldhof Mannheim umgekrempelt. Linksverteidiger Hassan Amin und Stürmer Felix Luz mussten auf die Bank, dafür kamen die Mittelfeldspieler Lukas Kiefer und Dominik Rohracker. David Puclin gehörte aufgrund seiner Virusinfektion nicht zum Kader, ihn ersetzte Marius Willsch. Taktisch wurde daraus ein 4-2-3-1-System, das eigentlich defensiv mehr Sicherheit verspricht. Doch kaum zwei Minuten waren gespielt, da durfte Benedikt Gimbler seine technischen Fertigkeiten unbedrängt zum Besten geben. Seine Ablage drosch Russell Canousse humorlos Richtung Winkel. FCS-Torwart David Hohs war zwar noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte das überraschende 0:1 aber nicht mehr verhindern.

Die Hausherren waren aber nicht geschockt, sondern schlugen keine Minute später schon zurück. Der seit Wochen überragend spielende Marco Meyerhöfer war über die linke Seite Wegbereiter, Solomon Okoronkwo schob im Fallen den Ball gegen die Laufrichtung von TSG-Schlussmann Ricco Cymer über die Linie zum Ausgleich. Die 3127 Zuschauer hatten noch nicht zu Ende applaudiert, da war Okoronkwo erneut zur Stelle - diesmal nach einer Standardsituation. Filip Luksik brachte den ersten Eckball genau auf den Kopf des Nigerianers, der Cymer beim 2:1 erneut keine Chance ließ.

Der FCS nistete sich danach in der Gästehälfte ein. 100-prozentige Torchancen gab es aber bis zum Wechsel nicht mehr. Nach einer Viertelstunde klärte Cymer vor Rohracker, die Schussversuche von Jan Fießer (19.) und Kiefer (41.) gingen dann doch eher deutlich über die Querlatte.

Elf Minuten nach dem Wechsel hallte erneut ein "Tor"-Schrei durch den Park. Kiefer hatte einen Gegenzug der Hoffenheimer unterbunden und Rohracker auf die Reise geschickt. Der ging an Cymer vorbei, traf aus spitzen Winkel aber nur den Pfosten. Den Nachschuss von Alexandre Mendy klärte Cymer, der beste Hoffenheimer, zur Ecke. Die brachte nichts ein, dafür aber der Einsatz von Mendy im Strafraum zehn Minuten später. Nicolai Rapp brachte den Saarbrücker zu Fall, Spielmacher Sven Sökler versenkte den fälligen Strafstoß zum 3:1 im äußeren linken Eck. Saarbrücken war am Ende dem vierten Tor näher als die TSG dem Anschlusstreffer.

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