Saisonauftakt Knapper Sieg in letzter Sekunde für den 1. FC Saarbrücken gegen den SC Verl

Saarbrücken · Mit einem ganz knappen Sieg startet der FCS in die Saison. In der Nachspielzeit konnten die Saarbrücker das Spiel gegen den SC Verl gerade noch für sich entscheiden.

Saisonauftakt Dritte Liga: 1. FC Saarbrücken siegt knapp gegen SC Verl
Foto: Andreas Schlichter

Es läuft schon die sechste Minute der Nachspielzeit. Noch einmal fliegt der Ball mit viel Verzweiflung im Gepäck in den Verler Strafraum, Julian Günther-Schmidt nimmt ihn an, geht am überragenden Torwart Niclas Thiede vorbei. Thiede holt den Saarbrücker von den Beinen, es gibt Elfmeter. Adriano Grimaldi läuft an und verwandelt zum 1:0 (0:0)-Erfolg des 1. FC Saarbrücken beim Drittliga-Saisonauftakt gegen den SC Verl. Der Jubel der Erleichterung übertönte die Tonnen an Steinen, die den Saarländern vom Herzen fielen.

Heimkehrer Mike Frantz musste sich das Geschehen zunächst von der Bank aus ansehen, denn FCS-Trainer Uwe Koschinat sah den 35-Jährigen nicht in der Startelf. Die sah so aus: Daniel Batz hütete das Tor hinter einer Viererkette, die Dominik Ernst, Bjarne Thoelke, Lukas Boeder und Tobias Schwede bildeten. Das neue Prunkstück der Malstatter ist – zumindest auf dem Papier – das zentrale Mittelfeld mit Manuel Zeitz, Luca Kerber und Richard Neudecker. Neben Mittelstürmer Sebastian Jacob bekamen Robin Scheu und der Ex-Verler Kasim Rabihic. Neben Frantz auf der Bank saß das erst 16-jährige Saarbrücker Talent Andy Breuer.

Sie und 9127 Besucher im Park mussten nur 100 Sekunden auf die erste Möglichkeit der Heimelf warten. Nach weitem Schlag von Batz schickte Jacob Scheu, doch dessen Abschluss in Bedrängnis war noch keine Prüfung für Verls Schlussmann Niclas Thiede. Der wäre eine Viertelstunde später nach einem Drehschuss von Kerber chancenlos gewesen. Doch Torge Paetow klärte deutlich vor der Linie.

Es war ein sehr ordentlicher Auftakt zweier Mannschaften, die Fußball spielen wollten – Saarbrücken erarbeitete sich mehr und mehr ein Übergewicht. Doch aus dem Spiel wurde es nicht weiter konkret – ein Eckstoß von Neudecker klatschte ans Lattenkreuz (38. Minute). Der Ex-1860er war mit einem überragenden Pass dann auch maßgeblich an der letzten Situation vor dem Wechsel beteiligt. Nach Rahibics Querpass bekam Jacob einen Stoß des Verlers Nick Otto in den Rücken – zu viel, um den Ball im Tor unterzubringen, aber für Schiedsrichter Lukas Benen zu wenig für einen Strafstoß (40.).

Für den angeschlagenen Ernst kam zur Pause Pius Krätschmer ins FCS-Spiel, an dem die Gäste nun deutlich aktiver teilnahmen. Knapp eine Stunde war gespielt, als Luca Stellwagen sich von der Mittellinie aus auf den weg Richtung FCS-Tor machte. Nicht richtig gestört endete der Vorstoß auf den Fäusten von Batz. Es war das erste Mal, dass Saarbrückens Nummer eins eingreifen musste – dennoch strahlte der Ex-Elversberger nicht die gewohnte Souveränität aus.

Im Gegenzug konnte sich dann Thiede wieder auszeichnen. Einen Schuss von Scheu lenkte er mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Es kamen Justin Steinkötter und Tobias Jänicke (62. für Scheu und Rabihic) und dann Adriano Grimaldi und Julian Günther-Schmidt (72., für Jacob und Kerber). Beide waren sofort „on fire“: Günnis Schuss 20 Sekunden nach seiner Einwechslung wurde gerade noch geblockt, Grimaldis Kopfball aus dem anschließenden Chaos im Verler Strafraum hielt Thiede auf der Linie fest. Und auch zwei Minuten vor Schluss war Thiede Endstation – wieder war es Günther-Schmidt, der geschossen hatte.

Das Happy End folgte in der Nachspielzeit – der FCS hat einen Fehlstart gerade so verhindert.