DFB-Pokal-Viertelfinale Spieler reparieren und Fans diskutieren– so waren die Reaktionen auf den Rasen

Update | Saarbrücken · Der 1. FC Saarbrücken hat erneut einen Bundesligisten aus dem Pokal geworfen. Die Debatte um den Rasen hielt auch danach noch an.

 Bjarne Thoelke hat während des Spiels des Rasen repariert.

Bjarne Thoelke hat während des Spiels des Rasen repariert.

Foto: IMAGO/Jan Huebner/IMAGO/Steven Mohr

Update 13. März, 11.02 Uhr: Trotz Regens konnte gespielt werden und der 1. FC Saarbrücken hat mit Borussia Mönchengladbach erneut einen Bundesligistin aus dem DFB-Pokal geworfen. Fans des FCS werden wohl wieder auf leichten Regen setzen. Die Platzverhältnisse scheinen den Saarbrückern zu liegen.

Während des Spiels kam es aber immer wieder zu kuriosen Szenen. Da mussten Spieler regelmäßig die tiefen Löcher im Rasen stopfen und auch FCS-Trainer Rüdiger Ziehl packte als Greenkeeper mit an.

Natürlich wurde auch im Netz viel über den Zustand des Rasens im Ludwigsparkstadions diskutiert. Ein Nutzer der Plattform X (vormals Twitter) schreibt beispielsweise: „Was ich auch nicht verstehe: In den Profiligen ist alles vorgeschrieben, Flutlicht, Pressekabinen, TV-Studios, Rasenheizung, Torlinientechnik usw. Nur im Pokal ist das anscheinend völlig egal, da scheint jeder Kartoffelacker recht. Verletzungsrisiko hin oder her.“

Andere sehen die Gladbacher Mannschaft in der Verantwortung. So schreibt ein Nutzer bei X: „Dass Saarbrücken auch oft genug der Ball weg gerutscht ist vergessen 90% der "Fußballfans" natürlich wieder. Aber der Rasen war ja so schlecht. Hätte Gladbach nicht am Ende so dämlich "verteidigt", wäre in der Verlängerung für Saarbrücken Schluss.“ Und ein weiterer Nutzer: „Schon lächerlich wie viele Gladbacher über den Rasen jammern aber nicht darüber, dass Ihre Millionen Bundesliga Truppe in der Nachspielzeit einen Konter so schlecht verteidigt, dass ein Oberliga Trainer einen Anfall bekäme.“

Im Halbfinale ist jetzt der 1. FC Kaiserslautern zu Gast. Das Erfolgsgeheimnis im DFB-Pokal des 1. FC Saarbrücken scheint dieser Nutzer erkannt zu haben: „Saarbrücken hat einfach einen Cheatcode für den DFB-Pokal gefunden. Einfach die Drainage unterm Rasen vergessen und schon steht man im Halbfinale des DFB-Pokals.“

Update 12. März, 18.46 Uhr: Die ersten Fans sind im Stadion angekommen. Mit Blick auf den Rasen sagen ein FCS-Fan: "Der sieht um Welten besser als letztes Mal". Auch auf einem Post von Borussia Mönchengladbach bei X sieht man, dass der Rasen in einem deutlich besseren Zustand ist als noch im Februar. Zumindest sind keine Pfützen vorhanden. Das Pokalspiel des 1. FC Saarbrücken kann also wohl stattfinden.

Update 12. März 13.42 Uhr:

Grünes Licht für das nachzuholende Viertelfinale im DFB-Pokal zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Borussia Mönchengladbach: Einige Stunden vor dem Anpfiff (20.30 Uhr) ist der Rasen im Ludwigsparkstadion am Dienstag noch einmal von Vertretern der Landeshauptstadt, des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und des FCS inspiziert worden.

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Foto: BeckerBredel

Der Rasen sei aktuell bespielbar und habe sich im Vergleich zu Montag verbessert. Man sei zuversichtlich, dass das Spiel stattfinden könne, teilte die Stadt mit. Vor dem Spiel wird es erneute Begutachtung durch das Schiedsrichtergespann geben.

Update 12. März, 11.53 Uhr: Einige Stunden vor dem Viertelfinale im DFB-Pokal zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Borussia Mönchengladbach (20.30 Uhr/ZDF und Sky) soll der Rasen im Ludwigsparkstadion nochmal inspiziert werden. An einigen Stellen sollte er demnach am Dienstag ausgebessert und komplett gemäht werden.

Für den Abend ist Regen vorhergesagt. Pünktlich zum Spiel ziehen Regenwolken über das Saarland hinweg. Laut Kachelmannwetter besteht ab 20 Uhr eine Regenwahrscheinlichkeit von 100 Prozent. Nach derzeitigem Stand dürften insgesamt rund drei Liter Regen pro Quadratmeter während des Spiels über dem Rasen des Ludwigsparkstadions niedergehen. Eigentlich sollte das für den Rasen kein Problem sein. Eine Absage deshalb eher unwahrscheinlich. Allerdings dürfte der Platz dennoch schwer zu bespielen sein. Was für den 1. FC Saarbrücken gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach durchaus ein Vorteil sein könnte.

Erstmeldung: 1. FC Saarbrücken oder Borussia Mönchengladbach: Wer schafft den Sprung ins DFB-Pokal-Halbfinale? Das entscheidet sich am Dienstag, 12. März, im Ludwigsparkstadion in Saarbrücken. Doch die allermeisten beschäftigt nicht nur die Frage nach dem Gewinner der Partie, sondern vor allem nach der Bespielbarkeit des Rasens.

Denn im Februar musste die Partie wegen anhaltendem Dauerregen kurzfristig abgesagt werden. Dass der Rasen nicht bespielbar war, entschied Schiedsrichter Florian Badstübner aber erst sieben Minuten vor Anpfiff. Die Stadt Saarbrücken reagierte: Mittlerweile wurde ein neuer Rollrasen verlegt, eine Drainage gibt es allerdings immer noch nicht. Könnte erneuter Regen also wieder zur Absage führen?

Schlechte Nachrichten: Laut Regenradar soll es beim DFB-Viertelfinale in Saarbrücken regnen

Am Dienstag soll es in Saarbrücken zwar regnen, dennoch scheint die Wetterprognose fünf Wochen nach dem abgesagten Pokalspiel etwas günstiger, da nur mit leichten Regenmengen gerechnet wird. Wie steht es um den Platz? „Richtung Dienstag wird noch was gemacht werden müssen. Die Stadt wird da mit Sicherheit täglich mehrere Stunden Zeit investieren, damit der Platz am Dienstag nochmal besser ist“, sagte FCS-Trainer Rüdiger Ziehl im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Am Wochenende erspielte sich der 1. FC Saarbrücken drei Punkte gegen Erzgebirge Aue im Ludwigsparkstadion. Der Rasen sei zwar nicht im besten Zustand, „trotzdem war es möglich, Fußball zu spielen“, so Ziehl.

Kein Vergleich also mit der Platzbeschaffenheit am 7. Februar – die schließlich zur Absage der DFB-Pokal-Viertelfinalpartie führte. Laut verschiedener Wetterdienstanbietern liegt die Regenwahrscheinlichkeit am Dienstag zwar bei 90 Prozent, dennoch sind die gemeldeten Niederschlagsmengen gering. „Alle Beteiligten waren sich einig, dass sich der Rasen in einem für die Jahreszeit guten Zustand befindet“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Saarbrücken vom Freitag, 8. März, nachdem sich Vertreter des DFB, des 1. FC Saarbrücken und der Landeshauptstadt bei einer Begehung ein Bild vom Zustand des Rasens im Ludwigsparkstadion machten.

Rasen im Ludwigsparkstadion: Pflegearbeiten haben laut Stadt ihre gewünschte Wirkung gezeigt

Denn nach dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am 25. Februar sorgte der Rasen im Ludwigspark erneut für Ärger: Bereits beim Warmmachen lösten sich größere Stücke aus der 3,5 Zentimeter dicken Rasensode. Die Partie begann mit Verzögerung, denn Schiedsrichter Robin Braun ordnete eine kurzfristige Nachbearbeitung der Greenkeeper an.

Auch hier reagierten die Verantwortlichen: Vergangene Woche wurde „auf einer Fläche von rund 100 m² (von insgesamt rund 8000 m²) beschädigte Rasensode nach dem Bielefeld-Spiel ausgetauscht. Diese Stellen unterscheiden sich vom Rest des Platzes noch etwas in ihrer Farbgebung, dies ist ein rein optisches Thema“, schreibt die Landeshauptstadt auf ihrer Homepage.

Gladbach-Coach Seoane: Platzqualität darf keine Rolle spielen

Die Platzqualität beim 1. FC Saarbrücken darf laut Trainer Gerardo Seoane für die Profis von Borussia Mönchengladbach vor dem Nachholspiel des DFB-Pokal-Viertelfinales keine Rolle spielen. „Wir müssen uns anpassen, egal wie der Platz ist“, sagte der Gladbach-Coach am Montag. „Wir haben den Anspruch in die nächste Runde zu kommen.“

Findet die Partie wie geplant statt, trifft der Gewinner am zweiten April im Halbfinale auf den Zweitliga-Abstiegskandidaten 1. FC Kaiserslautern. Die zweite Halbfinal-Begegnung wird einen Tag später zwischen Bundesliga-Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen und Zweitligist Fortuna Düsseldorf ausgetragen.

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