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Regionalliga: 1. FC Saarbrücken empfängt am Freitag die TSG Balingen

Kostenpflichtiger Inhalt: Pflichtsieg gegen Abstiegskandidat TSG Balingen : Geduldsspiel gegen den Vorletzten

1. FC Saarbrücken erwartet diesen Freitag die TSG Balingen. Mendler lobt Training.

Neue Besen sollen bekanntlich gut kehren. Bei Lukas Kwasniok, dem neuen Cheftrainer des 1. FC Saarbrücken, stimmt die Redewendung aus dem Volksmund bislang. Zwei Pflichtspiele, zwei Siege – so ist die makellose Bilanz des Fußball-Lehrers vor seinem Heimdebüt im Regionalliga-Spielbetrieb. Dass an diesem Freitag (19 Uhr) gegen den Vorletzten TSG Balingen ein Sieg rausspringen soll, ja muss, steht außer Frage. „Ich habe in einem Buch gelesen, der Mensch macht 180 Wahrnehmungsfehler, weil wir zu schnell und zu wenig analytisch denken“, sagt Kwasniok und warnt vor Überheblichkeit: „Bayern hat sich gegen Paderborn schwer getan, Liverpool gegen West Ham. Es gibt keine Spiele, die von Beginn an Selbstläufer sind.“

Außer auf José Pierre Vunguidica (Aufbautraining) und Manuel Zeitz (5. Gelbe Karte) könnte Kwasniok auf den kompletten Kader zurückgreifen – tut es aber nicht. „Für Sebastian Jacob kommt das Spiel zu früh“, sagt der Trainer, der personelle Änderungen ankündigt: „Ich habe euch zwei Mal überrascht, aber nicht um der Überraschung willen, sondern aus Überzeugung.“ Auch Allzweckwaffe Steven Zellner ist nach Rückenproblemen wieder fit.

Mit großen Erwartungen und neuem Trainerduo war auch die TSG Balingen in die Restrückrunde gestartet. Doch gegen die U23 des FSV Mainz 05 setzte es direkt eine 1:5-Heimpleite. „Die Jungs können mit Nackenschlägen gut umgehen“, sagt Martin Braun, Balingens neuer Trainer: „Auch eine Niederlage raubt ihnen nicht die Motivation.“

Kwasniok hat sich den Gegner genau angeschaut. „Das war ein harter Abnutzungskampf“, sagt er: „Balingen hat die Bereitschaft, bis zum Anschlag zu arbeiten.“ Eine Qualität, die er beim spielerisch nicht überzeugenden 1:0-Erfolg beim FSV Frankfurt auch bei seiner Mannschaft festgestellt hat: „Die Arbeit gegen den Ball war sehr gut, das Zweikampf-Verhalten exzellent.“

Gemeinsam mit seinem spielenden Co-Trainer Lukas Foelsch hat auch der frühere Bundesliga-Profi Braun die Auftaktniederlage per Video aufgearbeitet. „Fußball ist oft auch Zufall“, sagt er, „und den hatten wir zuletzt nicht auf unserer Seite.“

Beim FCS lobt Mittelfeldspieler Markus Mendler das Training mit dem neuen Chef: „Die Arbeit ist intensiv, die meisten Einheiten dauern über zwei Stunden, genau das haben wir gebraucht. Im Spiel gegen den Ball trägt das bereits Früchte, fußballerisch können und werden wir noch zulegen. Keine Frage. Und dann wird es ganz schwer, uns zu schlagen.“ Dass ausgerechnet Mendler in Frankfurt das Siegtor gelungen war, überraschte seinen Trainer wenig. Auch dass der Linksfuß mit seinem kämpferischen Einsatz die Situation selbst heraufbeschworen hatte, passte ins Bild. „Trainingsleistung wird belohnt“, sagt Kwasniok und ergänzt durchaus mit Blick auf einige Nörgler im traditionell nervösen FCS-Umfeld: „Dazu braucht es aber auch Geduld, und die ist heute in der Welt leider selten.“

Trotz Schnee sollen in Völklingen vor dem Anpfiff keine Besen zum Einsatz kommen. „Laut Wetterbericht soll es zwischen fünf und sieben Grad warm werden“, sagt FCS-Geschäftsführer David Fischer, der keine kurzfristige Absage befürchtet: „Der Platz kann Schnee und Regen gut ab.“