Gelungener Einstand für FCS Trainer Kwasniok gegen den KSC

Kostenpflichtiger Inhalt: Taktik des Trainers geht gegen den KSC auf : Kwasniok feiert einen mehr als gelungenen Einstand

Der FCS-Trainer gibt sich nach dem Sieg über den Karlsruher SC bescheiden und bedankt sich auch bei seinem Vorgänger Dirk Lottner.

Es war ein Einstand nach Maß für Lukas Kwasniok. Doch der neue Trainer des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken blieb nach seinem ersten Auftritt im DFB-Pokal bescheiden, wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte. „Ich reiche alle Glückwünsche an meine Mannschaft und an meinen Vorgänger von Herzen weiter“, sagte der glückliche „Lucky“ Kwasniok, der nach dem Schlusspfiff jeden umarmte, der nicht schnell genug beiseite war, „ohne die Mannschaft und ohne Dirk Lottner würde ich heute nicht hier sein.“

Die Handschrift des Neuen war klar erkennbar. Der FCS spielte taktisch diszipliniert mit einem klaren Matchplan. Gegen den Karlsruher SC, der immerhin noch zwei Klassen höher spielt, wurden die Räume geschickt zugemacht. Die Mannschaft absolvierte ein enormes Laufpensum, wirkte in der Verlängerung deutlich frischer als der Gegner. Und das, obwohl der KSC ja bereits im Spielbetrieb ist. „Die Plackerei der letzten Wochen hat sich ausgezahlt“, meinte Kwasniok knapp.

Bescheidenheit und Demut lebt er seit seinem Amtsantritt vor, aber auch Teamgeist und Selbstbewusstsein. „Jede Kleinigkeit kann entscheiden“, hatte er in einer Trainingseinheit unter der Woche übers Feld gebrüllt und dann das Hüpfen in einer Freistoßmauer geradezu akribisch korrigiert. An der Seitenlinie ist er oft lautstark und gestenreich, versucht der Mannschaft, in jeder Situation zu helfen. Klare, präzise Kommandos folgen auf Spielsituations-Analysen.

Kwasniok denkt strategisch – und weiß mit den Ergebnissen seiner Gedanken zu überraschen. Abwehrchef Steven Zellner gegen den KSC in die Offensive zu beordern, war ein gelungener Schachzug, auch wenn die Tore vom Elfmeterpunkt aus fielen. „Die Idee kam vor vier Wochen. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn im Pokal da vorne reinwerfe, aber auch, dass wir das nicht in einem Testspiel trainieren“, erklärte Saarbrückens Fußball-Lehrer und ließ seinen Humor aufblitzen: „Vielleicht hatte Zelle darum in der Vorbereitung auch den ein oder anderen Klops in der Innenverteidigung.“

Karlsruhes neuer Trainer Christian Eichner wünschte seinem Schwager, dem Saarbrücker Sportdirektor Marcus Mann, und Kwasniok, dass sie „den Verein dorthin führen, wo er hingehört. Der rote Teppich zum Aufstieg ist diesmal ausgerollt.“ Doch Lukas Kwasniok ist kein Typ für Vorschusslorbeeren. „Wir werden heute feiern und uns dann drei Tage davon erholen. Am kommenden Montag geht es dann mit vollem Einsatz in die Vorbereitung auf die Runde und den ersten Gegner FSV Frankfurt“, sagte der FCS-Trainer – wohlwissend, dass man auch auf roten Teppichen stolpern kann: „Alle Mannschaften in der Liga werden sich gegen uns so reinhauen wie wir im Pokal gegen den KSC. Es bleibt eine Mammutaufgabe, aber eine geile.“