Überzeugender 5:0-Sieg Saarbrücken bricht gegen Bayreuth den Heimfluch

Saarbrücken · Der 1. FC Saarbrücken hat am Mittwochabend seinen Heimfluch gebrochen. Nach vier Niederlagen in Folge im Ludwigspark setzte es gegen Bayreuth einen deutlichen 5:0-Sieg.

 Die beiden Saarbrücker Doppeltorschützen Kasim Rabihic (Mitte) und Richard Neudecker (rechts) jubeln mit Marvin Cuni.

Die beiden Saarbrücker Doppeltorschützen Kasim Rabihic (Mitte) und Richard Neudecker (rechts) jubeln mit Marvin Cuni.

Foto: Thomas Wieck

Der Heimfluch ist gebrochen. Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken kann zuhause doch noch gewinnen. Nach vier Pleiten in Folge im Ludwigspark feierten die Blau-Schwarzen am Mittwochabend vor 7239 Zuschauern einen 5:0 (1:0)-Kantersieg über die SpVgg. Bayreuth. Nach dem 2:0 in Wiesbaden baute FCS-Trainer Rüdiger Ziehl seine Elf gegen Bayreuth zwei Mal um: Für Luca Kerber (fünfte Gelbe) rückte Dave Gnaase nach Gelbsperre wieder ins Team, ebenso Verteidiger Bjarne Thoelke für den angeschlagenen Dominik Ernst. Thoelke übernahm in der Dreierkette den Part von Lukas Boeder, der für Ernst die rechte Seite beackerte.

Einseitige Partie wird zum Geduldsspiel

Nach einem ersten Bayreuther Abschluss durch Alexander Nollenberger, den FCS-Torwart Daniel Batz locker parierte (2.), folgte der frühe Schock für die Gäste. Nicolas Andermatt, Sohn von Ex-Bundesliga-Trainer Martin Andermatt (SSV Ulm, Eintracht Frankfurt), ließ sich als letzter Mann von Marvin Cuni den Ball abjagen und erwischte den FCS-Stürmer im Nachsetzen an der Wade. Referee Timo Gerach zögerte nicht und schickte den Bayreuther mit Rot zum Duschen (4.).

Es entwickelte sich eine einseitige Partie, die für den FCS zunächst zum Geduldsspiel wurde. Cuni vergab die erste dicke Chance, als er nach Richard Neudeckers scharfer Hereingabe aus kurzer Distanz an Bayreuths Torwart Luca Petzold scheitere (14.). Danach näherten sich die Blau-Schwarzen weiter an. Neudecker verpasste nach präziser Hereingabe von Linksaußen Marcel Gaus das sichere 1:0, fand im klasse parierenden Petzold seinen Meister, der auch den Nachschuss von Julian Günther-Schmidt entschärfte (28.). Danach traf Gnaase aus der Distanz den Außenpfosten (32.). Die Führung lag in der Luft – und sieben Minuten vor der Pause war es so weit: Kasim Rabihic flankte aus dem Halbfeld in die Mitte, wo Günther-Schmidt abtropfen ließ für Neudecker, der Petzold diesmal keine Chance ließ und ins rechte Eck vollendete – 1:0 (38.).

Erster Heimsieg des Jahres für den FCS

Kurz vor der Pause wagte sich auch Bayreuth mal nach vorne. Thoelke kassierte nach Foul an Christoph Fenninger Gelb. Der Freistoß brachte zwar nichts ein, der Gäste-Vorstoß war aber ein Warnsignal mit Blick auf die zweite Hälfte. Ohne Thoelke, der für Pius Krätschmer in der Kabine blieb, ging der FCS sofort auf das zweite Tor – und wurde nach nur 27 Sekunden belohnt: Boeder bediente im Strafraum Cuni, der sofort auf Rabihic querlegte. Der Angreifer schloss direkt ab und tunnelte Petzold zum 2:0 (46.). Nach einem Platzverweis für Gaus (55.) kamen auch die Gäste zu ihren Chancen. Mit Rabihics zweitem Streich nach wunderbarer Hackenvorlage von Neudecker war die Entscheidung aber gefallen (68.). Der überragende Neudecker per Freistoß (71.) und “Joker” Adriano Grimaldi per Kopf (82.), der schon in Wiesbaden gestochen hatte, schraubten das Ergebnis in die Höhe. Danach verpasste der FCS beim Profi-Debüt von Andy Breuer einen identischen Ausgang wie beim 6:0 im Hinspiel – was aber keinen mehr kratzte.

Durch den ersten Heimsieg des Jahres und zweiten Dreier in Folge liegt der FCS wieder nur noch drei Punkte hinter dem zweiten direkten Aufstiegsplatz.

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