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Fußball: 1. FC Saarbrücken spielt 1:1 gegen TSV 1860 München

Neuer Zuschauerrekord im Ludwigspark : FCS rettet Punktgewinn mit spätem Tor und verpasst den Sprung an die Tabellenspitze

Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken spielt vor heimischer Kulisse gegen TSV 1860 München 1:1-Unentschieden und verpasst damit den Sprung an die Tabellenspitze.

Über Schönheit kann man bekanntlich streiten – über Lautstärke nicht: Der umgebaute Ludwigspark ist stimmungstechnisch ein Quantensprung für den 1. FC Saarbrücken. Schon gut 50 Minuten vor dem Spiel war die Fantribüne fast komplett gefüllt – bis zum Anpfiff der Drittliga-Partie des FCS gegen den TSV 1860 München 12 347 Zuschauer gekommen – ein neuer Rekord. Die angereisten Zuschauer erlebten ein tolles Fußballspiel mit einem insgesamt verdienten 1:1 (0:0)-Unentschieden und eine starke Anfangsphase der Heimmannschaft.

Wie erwartet hatte Saarbrückens Trainer Uwe Koschinat seine Startformation nur auf einer Position verändert. Für Dennis Erdmann durfte in der Innenverteidigung Lukas Boeder ran. Nach Ecke von Tobias Jänicke zwang Kapitän Manuel Zeitz Löwen-Torwat Marco Hiller zu einer ersten Glanztat (dritte Minute). Die Gäste hatten nach 25 Minuten ihre beste Möglichkeit in einem ersten Durchgang, der immer wieder eine andere Mannschaft im Vorteil sah. Nach dem Einwurf von Yannick Deichmann zeigte Sascha Mölders seine Extraklasse. Ballannahme mit der Brust, Drehung und Abschluss waren eine einzige, fließende Bewegung – Glück für den FCS, dass der Schuss am Außennetz landete.

Dann wurde es knifflig. Saarbrückens Sturmtank Adriano Grimaldi ging gegen drei Löwen-Verteidiger im Strafraum ins Dribbling. Das Zerren von Niklas Lang an der Schulter des Saarbrückers reichte Schiedsrichter Patrick Kessel aber nicht für einen Strafstoß (36.). Und noch einmal hatten die FCS-Fans Puls. Jänicke hatte Sebastian Jacob glänzend in den Lauf gespielt, der Saarlouiser lupfte den Ball geschickt, aber Hiller parrierte noch geschickter. Eine gute Aktion von allen dreien – aber kein Tor bis zum Wechsel.

Nach der Pause der nächste Aufreger. Hat der Münchner Phillipp Steinhard den Ball im eigenen strafraum mit dem Oberarm, der Schulter oder doch mit der Brust gespielt? Schiedsrichter Kessel sah auch in der 47. Minute kein Strafstoß-würdiges Vergehen. Dann wieder die Münchner: Der Ex-Elversberger Merveille Biankadi brachte Marcel Bär in Stellung, Batz rettete stark, der anschließende Kopfball von Fabian Greilinger ging deutlich über den Kasten (51.).

Saarbrücken antwortete mit Minos Gouras. Der schoss vom linken Strafraumeck mit dem rechten Fuß ganz präzise – zu präzise, denn der Ball klatschte gegen den rechten Pfosten. Die Löwen schalteten um. Mölders legte mit der Brust ab, Biankadi zog ab und Batz konnte nur noch hinterherschauen. Das 1:0 für das Team von der Säbener Straße fiel in einer atemberaubenden Spielphase.

Koschinat reagierte, brachte mit Julian Günther-Schmidt für Jänicke und Alexander Groiß noch mehr offensive Wucht, aber zunächst keine Durchschlagskraft. Später kamen auch noch Nick Galle (für Mario Müller) und Pius Krätschmer (für Jacob). Nach einem Fehler der Löwen-Abwehr lupfte Scheu den Ball über Hiller hinweg, aber auch am Tor vorbei (77.). Zwei Minuten später war Scheus Freistoß der Ausgangspunkt, Hiller Endstation fder Aktion, die mit dem Schuss von „Dodo“ Ernst die nächste Großchance für Blau-Schwarz bedeutete.

Saarbrücken drückte und wurde belohnt. Nachdem Stephan Salger Grimaldi im Strafraum zu Boden zog, gab es endlich Elfmeter für den FCS. Günther-Schmidt verzögerte den Anlauf, traf dann sicher zum 1:1 (80.). Nun tobte der Park. In der hektischen Nachspielzeit sah Löwentrainer Michael Köllner wegen allzu heftigen Reklamierens noch die gelbe Karte – Tore fielen aber nicht mehr.