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FCS: Zwei von drei Talenten verletzen sich beim Start in den Profi-Fußball

FCS: Zwei von drei Talenten verletzen sich beim Start in den Profi-Fußball

Beim 1. FC Saarbrücken sind drei Talente aus der A-Jugend in den Regionalliga-Kader aufgerückt. Doch zwei von ihnen fallen verletzt aus: Ivan Sachanenko und Jens Meyer. Nur Jordan Steiner ist von dem Talente-Trio übrig gebleiben.

Sie waren Säulen der U 19 des 1. FC Saarbücken, die den Verbleib in der Bundesliga geschafft hat. Kommende Saison wollten Ivan Sachanenko, Jordan Steiner und Jens Meyer im Regionalliga-Kader erste Schritte im Profi-Fußball wagen. Doch nach den Verletzungen Sachanenkos und Meyers ist von drei Talenten nur noch eins übrig.

"Der Kopf bleibt oben", sagt der 17 Jahre alte Innenverteidiger Sachanenko angesichts eines Risses des vorderen Kreuzbands, des Innenbands, eines Meniskus- und Knorpelschadens fast schon trotzig: "Ich lasse mich operieren und dann komme ich zurück." Ob er auch in die U 21-Nationalmannschaft von Kasachstan zurückkehren wird, für die er in Spielen gegen Finnland und Estland im Kader stand, ist offen. Denn während der Neunkircher in Deutschland zwei Pässe haben darf, gibt es diese Möglichkeit in Kasachstan nicht. "Den deutschen Pass abgeben werde ich sicher nicht", erklärt Sachanenko.

"Das Profi-Sein ist noch nicht wirklich im Kopf angekommen", sagt Meyer. Der 19-Jährige, der vergangene Saison sieben Bundesliga-Tore erzielt hat, erklärt: "Bislang habe ich immer zum Spaß gespielt, jetzt fahre ich morgens auf die Arbeit." Das Profitum sei eine Umstellung. "Vorher war morgens Schule, jetzt ist zwei Mal am Tag Training", sagt Meyer, der sich "von den Routiniers Felix Luz und Matthew Taylor viel abschauen will. Und wenn ich Spielzeit bekomme, will ich zum Erfolg der Mannschaft beitragen." Doch derzeit muss er zuschauen. Der Lebacher muss wegen eines Anbruchs des Schienbeinköpfchens wohl noch drei Wochen pausieren.

Jordan Steiner kommt aus Bining bei Saargemünd. Er ist ein Dauerläufer im Mittelfeld. "Die Vorbereitung ist ganz anders als in der A-Jugend", sagt der 19-Jährige, der 2014 zum FCS kam, "hier haben wir bisher verstärkt an der Fittness gearbeitet". Steiner hat in Frankreich Abitur gemacht. "Jetzt steht der Fußball im Mittelpunkt", sagt er. Der Fachabiturient will nach der Vorbereitung "einmal schauen, was neben den Training mit Fernstudium so geht". Die Integration der Jungen laufe reibungslos. "Die Mannschaft hat es uns leicht gemacht", meint der Lothringer.

Trainer Falko Götz ist von dem Trio angetan. Er sagt: "Alle drei haben Perspektiven. Von Ivan habe ich sehr viel Gutes gehört, leider nicht mehr gesehen. Die Dynamik eines Jens Meyer da vorne ist eine gute Geschichte. Sie werden sicher einige Spielminuten bekommen, um sich an den Erwachsenen-Fußball zu gewöhnen. Wichtig ist, dass sie schnell lernen." Die nächste Gelegenheit dazu hat zumindest Steiner morgen im Testspiel gegen Drittligist Fortuna Köln um 16 Uhr in Weiler bei Mayen.