FCS versemmelt reihenweise Torchancen im Heimspiel gegen 1. FCK II

FCS versemmelt reihenweise Torchancen im Heimspiel gegen 1. FCK II

Der 1. FC Saarbrücken ist in seinem Regionalliga-Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus gekommen. Die Mannschaft von Trainer Falko Götz vergab wie in den Spielen zuvor viele gute Torchancen.

Falko Götz ließ am Freitagabend lange auf sich warten. Der Trainer des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken saß nach der Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern II (1:1) minutenlang ganz alleine auf seiner Bank im Ludwigspark-Stadion, beobachtete seine Spieler beim Auslaufen und ordnete wohl seine Gedanken. Wahrscheinlich ärgerte sich Götz, dass seine Mannschaft trotz eines Eckballverhältnisses von 11:3 und einem Chancen-Plus (13:4) nicht über ein Remis hinausgekommen war.

"Es ist irgendwie immer die gleiche Leier. Wir müssen vor dem Tor einfach mal eiskalt sein", platzte es dagegen aus FCS-Kapitän Jan Fießer heraus. Es war viel Pech dabei - etwa als Lukas Kiefer einfach auf dem falschen Fuß stand und den Ball in der Anfangsphase nicht ins Tor stochern konnte. Oder beim Pfostenschuss von Sven Sökler nach einer halben Stunde. Außerdem stand mit Julian Pollersbeck der herausragende FCK-Spieler im Tor. Er zeigte bei einigen Paraden sein Talent. Doch wird auch Götz nicht verborgen geblieben sein, dass seiner Mannschaft in fast allen 13 Saisonspielen die letzte Entschlossenheit und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor fehlte. Das 1:1 in der 42. Minute war von Kiefer schön vorbereitet und von Mathew Taylor vollendet - aber es war auch zu wenig.

Götz überlegte auf der Bank sicher auch, wie er die umstrittene Szene der Partie erklären sollte, als Sökler an Pollersbeck vorbeiging und zu Fall kam. Schiedsrichter Christof Günsch ließ weiterspielen, statt auf Strafstoß und Platzverweis für den FCK-Torhüter zu entscheiden. Götz raufte sich die Haare, als Günsch seine Entscheidung später mit "Vorteil" begründete. Taylor und Sökler brachten den Ball im Anschluss nicht über die Linie.

So einsam auf dem Plastiksitz im Ludwigspark-Stadion wird Götz auch über die Schlafmützigkeit seiner Defensive in der Anfangsphase nachgedacht haben. Der sonst starke Alexandre Mendy ließ sich übertölpeln, Fießer verlor seinen Gegenspieler aus den Augen, und Christian Lensch hatte bei seinem Tor kein Mitleid mit dem Verein, für den er in der Jugend gespielt hat.

Nach einer gefühlten Ewigkeit mit sich selbst trat Götz dann vor die Medienvertreter. "Die Mannschaft hat alles umgesetzt", sagte Götz in seinen knapp zweiminütigen Ausführungen: "Vom Tempo und vom Willen her war das eine deutlich andere Leistung, als wir sie in den letzten drei Spielen gesehen haben." Doch sie hat vor nur 2853 Zuschauern wieder nicht zum Sieg gereicht.

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