FCS trifft heute auf VfL Osnabrück - Wiedersehen mit Ex-FCS-Profi Glockner

FCS trifft heute auf VfL Osnabrück - Wiedersehen mit Ex-FCS-Profi Glockner

Andreas Glockner sollte die spielbestimmende Figur des 1. FC Saarbrücken werden. Nach einer langen Verletzungspause legte Neu-Trainer Milan Sasic ihm aber einen Vereinswechsel nahe. Jetzt kommt es zum Wiedersehen.

Am Freitag nach dem Abschlusstraining ist Fußball- Drittligist 1. FC Saarbrücken zum Spiel beim VfL Osnabrück an diesem Samstag um 14 Uhr aufgebrochen, und ein Niedersachse freut sich auf den Tabellenletzten aus dem Saarland ganz besonders. "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es wäre ein normales Spiel", sagt Andreas Glockner, der bis vor wenigen Wochen beim 1. FC Saarbrücken unter Vertrag stand: "Ich freue mich, meine Kumpels wiederzusehen, mit denen ich noch Kontakt habe, und viele FCS-Fans, die mir in dieser schwierigen Zeit den Rücken gestärkt haben."

Im Sommer war Glockner vom VfL Osnabrück zum FCS gewechselt. Er sollte eine spielgestaltende Figur im Konzept des damaligen Trainers Jürgen Luginger werden. Ein Mittelfußbruch in der Vorbereitung machte diese Pläne aber zunichte. Es folgte die Reha - und der Trainerwechsel zu Milan Sasic. "Statt mit Krafttraining weiter muskuläre Defizite aufzuarbeiten, musste ich dann sofort ins Lauftraining einsteigen", erinnert sich Glockner, der kurzfristig zur Mannschaft zurückkehrte. Aber nach einem Faserriss im September und einem Muskelbündelriss im Oktober ging nichts mehr. "Ich habe die darauf folgende Reha selbst organisiert und bezahlt", sagt Glockner, der sich nach der kurzen Winterpause wieder spielfähig meldete. "Ich habe während der ganzen Zeit positive Signale aus der Mannschaft bekommen, dass alle sich auf meine Rückkehr freuen. Die ersten Einheiten sprühte ich geradezu vor Spielfreude. Dann kam der Co-Trainer Fuat Kilic und hat mich, Serkan Göcer und Tim Kruse ins Trainerbüro bestellt." Sasic teilte ihnen mit, dass er nicht mehr mit ihnen plant. "Ich dachte nur: Das kann er doch nicht machen. Mit einem Spieler, der fünf Monate verletzt war", sagt Glockner. Doch das Urteil des Kroaten stand fest - Glockner musste sich einen neuen Verein suchen und wurde beim alten fündig.

"Der Kontakt zu Maik Walpurgis bestand schon länger", erzählt Glockner: "Der Trainer redet sehr viel mit mir. Das tut mir gut nach diesem schlimmen halben Jahr. Ich bin scheinbar doch kein ganz schlechter." Zwar habe er im Saarland viele nette Menschen kennen gelernt, sportlich sei es aber verlorene Zeit gewesen. Beim VfL wurde der 25-Jährige aus Titisee-Neustadt zuletzt drei Mal eingewechselt, bereitete immerhin ein Tor vor. "Natürlich hoffe ich, dass ich gegen den FCS spiele und zeigen kann, dass da eine falsche Entscheidung getroffen wurde", sagt Glockner. cor

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