Abgänge beim 1. FC Saarbrücken noch nicht klar, Sonntag in Hoffenheim

Abgänge stehen noch nicht fest : Der FCS hat noch viele Baustellen im Kader

Saarbrücker Abgänge stehen noch nicht alle fest. Geschäftsführer bleibt wohl. Sonntag bei Hoffenheim II.

Die Menge an Phantasie, die man aufbringen muss, um sich vorzustellen, wie das Saarbrücker Ludwigsparkstadion nach seiner Fertigstellung – die ist noch immer für das späte Frühjahr 2020 vorgesehen – aussehen wird, wird immer kleiner. Die Arbeiten gehen voran. Der Unterrang der Gegentribüne mit den verbleibenden Freiflächen rechts und links ist klar erkennbar, am Freitag verlagerte sich das Arbeitsgeschehen Richtung Haupttribüne. Der große Kran ist von der künftigen Fantribüne unterhalb der Saarlandhalle auf die andere Seite gewandert, wo die Gästeanhänger auf der neuen Westtribüne Platz finden sollen.

Beim potenziell künftigen Hauptmieter 1. FC Saarbrücken gibt es dagegen noch einige Baustellen mehr. Während andere Vereine schon klar kommuniziert haben, wer zum Saisonende gehen wird, ist beim FCS vieles noch fraglich. Nur Marlon Krause (Sportinvalide), Marco Kehl-Gomez (RW Essen) und Marco Holz (Türkgücü-Ataspor München) stehen fest. An Innenverteidiger Oliver Oschkenat soll die SV Elversberg großes Interesse haben. FCS-Sportdirektor Marcus Mann sagte zudem am Freitag auch Publikumsliebling Alexandre Mendy, dass es für ihn beim FCS nicht mehr weitergeht. „Bei einem so verdienten Spieler fällt das nicht leicht“, sagte Mann.

Nach SZ-Informationen soll Geschäftsführer David Fischer – sein Vertrag läuft zum Saisonende aus – ein neues unterschriftsreifes Arbeitspapier vorliegen. Man sei „in guten Gesprächen“, sagte Fischer auf Anfrage. Aus dem Umfeld des Präsidiums heißt es allerdings auch, dass man alle Personalfragen außer­halb der Mannschaft erst nach Abschluss der Pflichtspiele abschließend klären möchte. Es bleibt also weiter viel Raum für Spekulationen.

Keine Spekulation ist der vorletzte Regionalliga-Spieltag, an dem der FCS am Sonntag um 14 Uhr bei der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim antreten muss. Der Gegner ist laut FCS-Trainer Dirk Lottner schwer zu durchschauen: „Wie immer bei U23-Mannschaften haben sie top ausgebildete Spieler. Was auffällt, ist, dass nichts zu erkennen ist. Wir haben uns mit den letzten Spielen beschäftigt. Es ist eine Mannschaft, die immer wieder komplett durchgewürfelt wird und immer wieder mit Spielern aus der U19 ergänzt wird. Sie haben keine zwei Spiele die gleiche Aufstellung. Darum müssen wir uns um unsere Dinge kümmern.“

Nicht kümmern können sich José Pierre Vunguidica, Martin Dausch und Markus Mendler, sie werden erneut fehlen. „Ich habe immer noch Probleme mit der Achillessehne. Es geht einfach nicht weg“, sagt Mendler, „ich hoffe nächste Woche wieder ins Training einsteigen zu können. Im Pokalfinale will ich auf jeden Fall dabei sein.“ Lottner ergänzte: „Joe ist im Aufbautraining, Martin hat eine kleine Einblutung in der Wade.“

Fit ist Lukas Quirin (19), der beim 2:1 über den SSV Ulm sein Startelf-Debüt gab. „Es war toll, vor unseren Fans spielen zu dürfen“, sagt das Talent, das kürzlich seine Ausbildung abgebrochen hat, um sich komplett auf den Fußball zu konzentrieren.

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