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3. Liga: 1. FC Saarbrücken empfängt an diesem Samstag den Tabellenzweiten RB Leipzig

3. Liga: 1. FC Saarbrücken empfängt an diesem Samstag den Tabellenzweiten RB Leipzig

Drei Tage vor dem DFB-Pokalschlager gegen Borussia Dortmund ist ein Schwergewicht der 3. Fußball-Liga im Ludwigspark-Stadion zu Gast. Der Tabellenvorletzte 1. FC Saarbrücken trifft auf den Zweiten RB Leipzig.

Vier Wochen vor Weihnachten stehen Fans des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken Feiertage ins Haus. Zuerst kommt "eine Betriebsmannschaft eines Brauseherstellers", so ein FCS-Anhänger. Dann geht es gegen einen der größten deutschen Traditionsvereine. Während an allen Ecken des Landes die Vorfreude auf das DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund am Dienstag um 20.30 Uhr spürbar ist, beschäftigen sich Trainer Milan Sasic und seine Mannschaft einzig und allein mit dem Liga-Spiel gegen RB Leipzig an diesem Samstag, 14 Uhr, im Ludwigspark-Stadion. "Wir sind auf einem Tabellenplatz, auf dem man auf nichts anderes fokussiert sein darf als auf Leipzig", bestätigte Verteidiger Francois Marque am Freitag: "Wir haben auch in der Kabine kein Wort über Dortmund geredet." Das "D-Wort" ist tabu.

Jede Frage, die auch nur ansatzweise in Verbindung mit dem Pokalspiel stand, blockte der Trainer am Freitag gnadenlos ab. "Wir brauchen absolute Konzentration auf die nächste Aufgabe", sagte Sasic, der gegen Leipzig auf die gesperrten Kim Falkenberg und Vito Plut verzichten muss. Für Rechtsverteidiger Falkenberg steht Tim Stegerer nach seiner Rot-Sperre wieder zur Verfügung, die Plut-Rolle als hängende Spitze könnte Maurice Deville übernehmen. Den Platz des verletzten Christian Eggert (Knieprobleme) hatte schon beim 2:1 am vergangenen Samstag bei Wacker Burghausen Raffael Korte eingenommen.

"Leipzig kommt mit einer unglaublichen Wucht, was Personal und Tempo angeht", sagte Sasic: "Wichtig ist es, Körper auf Körper prallen zu lassen. Wir müssen alles reinwerfen, um diesen Gegner erstmal zu stoppen. Nach Ballgewinn wollen wir dann unser Spiel machen." Sasic teilte seine Informationen über die taktische Flexibilität des Gegners, warnte aber auch davor, derartige Analysen zu übertreiben. "Man sollte Gegner nicht sezieren. Sezieren kann man Tote", sagte der Kroate: "Die Leipziger sind aber sehr lebendig."

Der 2009 gegründete Rasenballsport Leipzig e. V. ist mit der finanziellen Unterstützung der Getränkefirma Red Bull - man spricht von einem Jahresetat von 15 Millionen Euro - auch sportlich ein Schwergewicht in der 3. Liga. Neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter 1. FC Heidenheim ändern am mittelfristigen Ziel Bundesliga nichts. Zu Heimspielen von RB kommen mittlerweile fast 13.000 Zuschauer im Schnitt. Maximal 250 Leipziger werden im Ludwigspark-Stadion erwartet - wie viele FCS-Fans bei einer umgekehrten Tabellenkonstellation nach Sachsen reisen würden, ist Spekulation.

Dass gegen Leipzig mehr Karten abgesetzt wurden als die üblichen knapp 5000, ist dagegen Tatsache und liegt an den verkauften Kombi-Tickets für RB und BVB. "Genaue Zahlen können wir erst nach dem Spiel veröffentlichen. Sie liegen einfach noch nicht so detailliert vor", erklärte FCS-Schatzmeister Dieter Weller, der aber nach Beendigung des Vorverkaufs bereits verkündet hatte: "Kombi-Tickets für Leipzig wurden stärker nachgefragt als für das Spiel gegen Preußen Münster."

Sasic hat eigene Zahlenvorstellungen: "Ich wünsche mir, das 10.000 bis 20.000 Zuschauer kommen und uns unterstützen, aus dieser Lage heraus zu kommen."