1. FC Saarbrücken verpflichtet Benedikt Fernandez

1. FC Saarbrücken verpflichtet Benedikt Fernandez

Der 1. FC Saarbrücken hat pünktlich die Lizenzierungs-Unterlagen eingereicht. Da die Hauptsponsoren ihr Engagement gegenüber dem Vorjahr erhöht haben, stehen laut Schatzmeister Dieter Weller zehn Prozent mehr für den Mannschafts-Etat zur Verfügung.

Saarbrücken. Bei Drittligist 1. FC Saarbrücken wird an den Weichenstellungen für die Zukunft gearbeitet. Gestern wurde Benedikt Fernandez ablösefrei verpflichtet. Er unterzeichnete einen bis 2013 geltenden Vertrag. Der 27-Jährige war von 2006 bis 2011 Ersatztorhüter bei Bundesligist Bayer Leverkusen und kam in dieser Zeit auf sechs Einsätze in der höchsten Spielklasse. Seit vergangenem Sommer ist der Bonner aber vereinslos. "Er hat in der Bayer-Jugend eine hervorragende Ausbildung genossen und bringt alles mit, was ein Torhüter braucht", sagt FCS-Trainer Jürgen Luginger. Er stört sich nicht an der Pause des Neuzugangs, sondern sagt vielmehr: "Es wäre ein Risiko gewesen, mit nur einem fitten Torhüter in die Saison zu gehen." Denn der als Konkurrent für Stammtorwart Enver Marina ablösefrei vom VfL Wolfsburg II verpflichtete Michael Müller hat sich den Knöchel gebrochen und wird auf nicht absehbare Zeit fehlen (wir berichteten).

Bis gestern kurz nach 18 Uhr fehlten FCS-Schatzmeister Dieter Weller noch ein paar Unterschriften und Dokumente, die im Lizenzierungs-Verfahren bis heute beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingereicht werden mussten, später hatte er sie dann zusammen und schickte sie nach Frankfurt. Der DFB prüft ab heute, ob die Vereine in der kommenden Spielzeit ihre Verpflichtungen erfüllen können.

FCS-Hauptsponsor Victor's hat seine Unterstützung auf jeden Fall für ein weiteres Jahr zugesagt. "Die Hauptsponsoren haben ihr Engagement gegenüber dem Vorjahr sogar leicht erhöht", erklärt Weller, "damit ist es möglich, im Etat mehr Geld für die Mannschaft einzustellen. Es handelt sich um fast zehn Prozent gegenüber der Vorjahresplanung". Über die Höhe des Gesamtetats aller Abteilungen des Vereins - dieser soll vergangene Saison 3,5 Millionen Euro betragen haben - herrscht Stillschweigen. "Über Zahlen reden wir nicht", sagt Weller, "aber wir sind für diese Liga finanziell gut aufgestellt. Die Kunst ist es, mit den vorhandenen Möglichkeiten geschickt zu haushalten und erfolgreich zu arbeiten".

Nachdem gestern bekannt wurde, dass der ehemalige Staatssekretär Sebastian Pini neuer Geschäftsführer des FCS werden soll, gibt es im Bereich der Geschäftsstelle eine weitere Veränderung: Katja Spielmann, Managerin der Frauen-Abteilung, wird den Verein zum Ende des Monats verlassen. Ihre Aufgaben übernimmt Winfried Klein, der Trainer der Frauen-Mannschaft des 1. FC Saarbrücken, die in der 2. Liga spielt. cor