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1. FC Saarbrücken verliert beim SV Wehen Wiesbaden mit 2:3

1. FC Saarbrücken verliert beim SV Wehen Wiesbaden mit 2:3

Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken führte bei Wehen Wiesbaden mit 1:0, lag dann 1:2 hinten und traf dennoch wieder zum Ausgleich. Am Ende jubelte aber nur eine Mannschaft: der SV Wehen Wiesbaden.

Wiesbaden. Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken hat der Serie unnötiger Niederlagen in der Saison 2011/12 eine weitere Episode hinzugefügt. Beim SV Wehen Wiesbaden unterlag der FCS am Samstag mit 2:3 (1:2). "Es ist einfach bitter", sagte Mittelfeldspieler Tim Kruse, "aber es ist im Moment zu einfach, gegen uns Tore zu schießen." Im ersten Durchgang hatte der FCS weit über 60 Prozent Ballbesitz, 5:0 Eckbälle und lag nach 45 Minuten doch mit 1:2 hinten. "Einfach unglaublich", sagte Marcel Ziemer.

Tore im Minutentakt

Ziemer zeigte gegen seinen Ex- Verein erneut eine starke Leistung und leitete die FCS-Führung ein: Trotz ärgster Bedrängnis hatte Ziemer ein Auge für den mitgelaufenen Marius Laux, der von der Strafraumgrenze ins linke untere Eck traf (24. Minute). Wehens Torwart Michael Gurski machte beim 0:1 keine gute Figur. Gleiches galt aber auch für die FCS-Defensive keine 60 Sekunden später. Laux und Marc Lerandy ließen Alf Mintzel flanken, in der Mitte störten John Adam Straith und Lukas Kohler den Wehener Zlatko Janjic nicht. Folge: Janjic köpfte zum 1:1 ein. Christian Eggert hätte den FCS in Minute 29 in Führung bringen können, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Gurski.

Wie man es besser macht, zeigten die Gastgeber in der 36. Minute. Manuel Stiefler und Johannes Wurtz behinderten sich gegenseitig und schufen so Raum für Pascal Bieler. Dessen Hereingabe schob Wohlfahrt zum 2:1 ins kurze Eck. "Wir wussten, dass die rechte Seite eine Baustelle sein kann", sagte Trainer Jürgen Luginger, der auf den zuverlässigen rechten Verteidiger Martin Forkel (Muskelfaserriss) verzichten musste und zur Pause Moustapha Salifou für den angeschlagenen Ufuk Özbek brachte. Der Togolese lieferte einmal mehr im FCS-Trikot eine enttäuschende Leistung ab.

"Man kann die Niederlage jetzt nicht an einzelnen Spielern festmachen", stellte sich Luginger schützend vor seine Neuverpflichtung. Der FCS kam - trotz Salifou - zum Ausgleich. Wurtz war an der Strafraumgrenze gefoult worden. Eggert zirkelte den Freistoß über die Mauer ins linke Toreck - das 2:2 (64.) weckte bei den 800 mitgereisten FCS-Fans die Hoffnung auf ein glückliches Ende. Die Anzeigetafel war noch nicht umgesprungen, da lag der Ball wieder im FCS-Tor. Benjamin Hübner verlängerte eine Mintzel-Ecke. Am zweiten Pfosten wurde Janjic von Kruse allein gelassen und nagelte den Ball unhaltbar zum 3:2-Sieg ins Netz (65.). Danach spielte Wehen die Uhr runter.

Der FCS muss den Blick nun langsam nach unten richten. Acht Spieltage vor Schluss beträgt der Vorsprung auf Oberhausen, das den ersten Abstiegsplatz 18 belegt, nur noch sieben Punkte. Am Mittwoch tritt der FCS im Homburger Waldstadion um 18.30 Uhr im Achtelfinale des Saarlandpokals gegen Saarlandligist FSV Jägersburg an, am Samstag kommt Jahn Regensburg in den Ludwigspark.