1. FC Saarbrücken empfängt Hoffenheim II, TSG 1899 ohne Profis?

Hoffenheim II diesmal ohne Profis? : Die FCS-Weste soll auch zum achten Mal sauber bleiben

Regionalliga-Tabellenführer Saarbrücken empfängt am Samstag SVE-Bezwinger TSG Hoffenheim II. Angreifer Jurcher fehlt wegen Knieproblemen.

Die „niederlagenfreie“ Serie der SV Elversberg haben sie am vergangenen Samstag beendet. An diesem Samstag ab 14 Uhr im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion will die TSG Hoffenheim II die noch weißere, weil komplett perfekte Weste des 1. FC Saarbrücken (sieben Siege aus sieben Spielen) zumindest beflecken.

„Der entscheidende Unterschied zwischen Saarbrücken und den anderen Teams der Fußball-Regionalliga Südwest ist die hohe Qualität in der Breite. Sie gewinnen einfach ihre Spiele – und das auch an schlechten Tagen. Und wenn es sein muss, erst in der Schlussphase“, sagt TSG-Trainer Marco Wildersinn, „wir fahren mit dem nötigen Respekt ins Saarland, aber wir können auch was und werden alles daransetzen, die Ersten zu sein, die dem FCS nicht drei Punkte überlassen.“

Anders als gegen des SVE wird „Hoffe zwei“ allerdings wohl keine Verstärkung aus dem Profikader bekommen. Und das, obwohl die Liste der Ausfälle lang zu sein scheint: Kapitän Philipp Strompf, Emilian Lässig, Tobias Heiland, Franko Kovacevic sowie Giuseppe Signorelli sind laut TSG verletzt, Domenico Alberico (U20 Italien) und Ilay Elmkies (Israel) mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. „Wenn wir etwas reißen, wäre das durchaus sensationell, aber es liegt auch im Bereich des Möglichen“, sagt Wildersinn, „sie sind nicht unschlagbar und werden nicht alle 34 Saisonspiele gewinnen.“ Gegen die SVE hatten beim 3:1-Heimsieg die Hoffenheimer Profis Christoph Baumgartner und Sargis Adamyan stark gespielt und beide getroffen.

Stark gespielt hat der FCS mit Trainer Dirk Lottner bei seinen Siegen nicht immer – aber letztlich wurden es doch meist souveräne Siege. „Am Ende des Tages geht es darum, sich auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren. Das hat die Mannschaft diese Woche sehr fokussiert gemacht“, sagt Lottner, „man weiß nicht, was bei Hoffenheim oben runterkommt. Wir wollen unsere Mannschaft immer bestmöglich vorbereiten, auch was die Gegenspieler angeht. Das macht es diesmal nicht leichter.“

Lottner wird auf Gillian Jurcher verzichten müssen. Der Angreifer plagt sich mit Problemen am Innenband des Knies. Dafür wird Neuzugang Cedric Euschen zum Kader gehören. „Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, ihn länger reinschnuppern zu lassen“, erzählt Lottner, „was das Spiel bringt, werden wir sehen.“ Mit Euschen, der von Zweitliga-Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden kam, haben die FCS-Profis einen Konkurrenten mehr um die Startplätze. „Die Trainingsqualität ist gegenüber dem vergangenen Jahr noch höher“, sagt Spielmacher Markus Mendler, der nach seiner Oberschenkelverletzung auch wieder mitwirken kann, „jeder muss zeigen, was er kann, sonst ist der nächste da.“

Davon geht sein Trainer auch am Samstagnachmittag aus. „Hoffenheim ist in der Lage, immer wieder das Spielsystem zu verändern, hat sehr bewegliche Spieler mit hoher Qualität“, warnt Lottner: „Wir werden wieder einen guten Tag erwischen müssen, um zu gewinnen.“ Denn die Weste des FCS soll ja weiter sauber bleiben.

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