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FCS zementiert dank Mendy Tabellenplatz zwei

Koblenz. Der 1. FC Saarbrücken hat seinen Vorsprung auf die SV Elversberg auf vier Punkte ausgebaut. Der Franzose Alexandre Mendy sorgte mit seinem ersten Tor für den FCS für den wichtigen Auswärtssieg in Koblenz. Patric Cordier

"Mein erstes Tor, dann auch noch das Siegtor - schöner kann ein Tag nicht sein", sagte Alexandre Mendy strahlend. Der Mittelfeldspieler des 1. FC Saarbrücken erzielte am Samstag beim 1:0 (1:0)-Erfolg bei der TuS Koblenz in der 26. Minute das Tor des Tages. Daniel Döringer hatte das Spiel auf die linke Seite verlagert, dort konnte Dennis Wegner recht unbedrängt flanken. Mendy flog mit seinem ganzen Körpergewicht in den Ball und köpfte ein.

Es war die einzige sehenswerte Aktion der ersten Halbzeit, die ansonsten mit dem Begriff "Gewürge" noch freundlich umschrieben ist. "Beide Mannschaften waren sich sehr ähnlich, haben sich neutralisiert", beschrieb der Koblenzer Trainer Petrik Sander seine Sicht der Dinge, "die höhere individuelle Klasse, die man beim Tor gesehen hat, machte am Ende den Unterschied aus".

Sein Saarbrücker Kollege Fuat Kilic hatte vor der Partie angekündigt, dass es keine Stammplatzgarantien mehr gäbe. Kapitän Jan Fießer und Neuzugang Dominik Rohracker mussten auf die Bank. Marco Meyerhöfer als Rechtsverteidiger und Wegner links im Mittelfeld spielten von Beginn. Mendy spielte rechts, Sven Sökler zentral, der zuletzt starke Döringer war bis zu seiner Auswechslung nach 36 Minuten alleiniger Sechser. "Ich konnte nicht mehr richtig auftreten", erklärte Döringer, der einen Schlag aufs Sprunggelenk abbekommen hatte, "es ist etwas instabil. Wir müssen jetzt die Untersuchung abwarten".

450 der mehr als 800 mitgereisten FCS-Fans waren mit einem Entlastungszug gekommen. Gemeinsam sorgten sie für Heimspielatmosphäre im Koblenzer Stadion Oberwerth. Insgesamt 2200 Zuschauer sahen im zweiten Durchgang wenigstens mehr Strafraumsituationen. Einmal vertändelte der FCS eine 4:1-Überzahlsituation (53.), dann zögerte Matthew Taylor mit dem Abschluss so lange, bis zwei Gegenspieler zur Stelle waren (65.) und als der Amerikaner schließlich doch in den Winkel traf, stand er im Abseits (89.).

"Wenn wir den ein oder anderen Konter besser spielen oder der finale Pass ankommt, wird es eine klarere Sache", meinte Kilic, "so laufen wir Gefahr, dass hinten raus doch noch einer durchrutscht." In solchen Situationen konnte sich der FCS am Samstag aber auf Schlussmann David Hohs verlassen. Der Ex-Lauterer reagierte glänzend, als Danko Boskovic völlig freistehend abziehen konnte (66.). Und auch, als sich eine Flanke von Kevin Steuke gefährlich zum Tor drehte, war Hohs mit einer Hand zur Stelle (75.). So blieb es am Ende beim siebten denkbar knappen 1:0-Erfolg des FCS in dieser Saison.

"Ich habe dass Gefühl, dass unsere Mannschaft verkrampft, weil sie die Führung nicht mehr aus der Hand geben möchte", analysierte Fuat Kilic, "sie hat dann nicht mehr die nötige Lockerheit. Da müssen wir wieder hinkommen." Die nächste Chance dazu gibt es bereits am morgigen Dienstag um 20.15 Uhr im Heimspiel gegen den SV Waldhof Mannheim.