FCS will im Rechtsstreit mit Hager nicht auf Geld verzichten

Saarbrücken · Daniel Hager war bei der Mitgliederversammlung des 1. FC Saarbrücken am Montag in der Congresshalle nicht anwesend. Dennoch war der Ex-Sponsor und Ex-Aufsichtsrat präsent. Spätestens als Kopien eines offenen Briefes von Hager die Runde machten.

Diesen hatte der Unternehmer nach SZ-Informationen zunächst an Aufsichts- und Ehrenrat gerichtet, nun war er an die Mitglieder adressiert.

In dem Schreiben ging es um einen Vertrag zwischen der Hager Group und dem FCS, der auch die Gerichte befasst. Hager zweifelte die Gültigkeit des Vertrages für die Regionalliga an. "Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass das Engagement eines Sponsors nicht gewünscht ist", heißt es in dem von Hager unterzeichneten Schreiben, "ob dies als vereinsschädigend eingestuft werden kann, überlasse ich dem Urteil eines jeden Mitglieds."

Der Verein war zunächst auf ein Vergleichsangebot (150 000 Euro) eingegangen, hatte dieses aber - nachdem das Gericht eine Entscheidung pro FCS avisierte - wieder zurückgenommen. FCS-Anwalt Dieter Quack sagte, man habe "im Sinne einer möglichen künftigen Zusammenarbeit den Vergleich angestrebt. Nach der in der Presse wiedergegeben Äußerung, dass der Konzern dies nicht möchte, sieht sich das Präsidium dem Vorwurf ausgesetzt, ohne Aussicht auf künftige Aktivitäten auf Geld zu verzichten."

In Zahlen geht es um ein Netto-Sponsoring in Höhe von 300 000 Euro, das nach Vorgabe Hagers für den Aufbau eines Nachwuchsleistungszentrums verwendet werden sollte. Da dieses NLZ nach Vereinsschätzungen damals rund eine Million Euro gekostet hätte, war man von der Umsetzung der Pläne abgerückt.

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