FCS will heute keine Karnevals-Truppe sein

Saarbrücken · Im Fußball-Saarlandpokal wollen sich die favorisierten Regionalligisten 1. FC Saarbrücken und SV Elversberg heute Abend durchsetzen. Der klassenniedrigste Verein im Pokal-Achtelfinale ist der Bezirksligist 1. FC Lautenbach.

 Falko Götz. Foto: Schlichter

Falko Götz. Foto: Schlichter

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Heute beginnt für die Narren die fünfte Jahreszeit. Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken will sich zum Start der Fastnacht im Saarlandpokal-Achtelfinale beim Oberligisten Hertha Wiesbach (19 Uhr) aber nicht wie eine Karnevals-Truppe präsentieren. "Wir haben Wochen hinter uns, in denen wir nicht die Punkte geholt haben, wie wir sie hätten holen müssen", sagt FCS-Trainer Falko Götz , ohne das Wort "Krise" in den Mund zu nehmen: "Auch solche negativen Situationen sind eine Herausforderung." Man habe der Mannschaft die Lage noch mal verdeutlicht. "Ich erwarte eine Reaktion. Jeder, der sich hängen lässt, wird auch seinen persönlichen Preis dafür zahlen", stellt Götz klar: "Wir haben die Chance, bis zur Winterpause einige Dinge gutzumachen. Wir wollen nicht in die Lage kommen, dass die Saison dann schon gelaufen ist." In der Vorsaison war der FCS mit einer B-Elf in Wiesbach angetreten und mit 1:2 nach Verlängerung ausgeschieden. Götz will die vermeintlich stärkste Elf aufbieten: "Ich werde keinen draußen lassen, der uns weiterhelfen kann."

Ligakonkurrent SV Elversberg macht das heute beim Landesligisten SV Illingen (19 Uhr) anders. "Wir werden mit einem Mix aus Stamm- und Reservespielern antreten. Es ist eine gute Gelegenheit, damit Spieler wie Pim Balkestein, Lukas Kohler oder Marc Groß wieder Spielpraxis bekommen", sagt SVE-Trainer Michael Wiesinger . Maximilian Oesterhelweg (Mittelohrentzündung), Jan Washausen (Wadenprobleme) und Morten Jensen (Adduktorenprobleme) fallen dagegen definitiv aus. "Oberstes Ziel ist es, eine Runde weiterzukommen", erklärt Wiesinger.

Für den 1. FC Lautenbach ist das Erreichen des Achtelfinals der bisher größte sportliche Erfolg in der 87-jährigen Vereinsgeschichte. Der Tabellenzweite der Bezirksliga St. Wendel, klassenniedrigster Verein der Runde der letzten 16, empfängt heute Verbandsligist SG Perl-Besch. Lautenbachs langjähriger Vereins-Chef Hermann Köcher, dessen Team in den vergangenen Jahren immer wieder Saarlandligisten aus dem Wettbewerb warf (zuletzt die DJK Bildstock), ist im Pokal-Modus: "Wenn alles passt, kann uns schon eine Überraschung gelingen."

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