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1. FC Saarbrücken
FCS vorerst ohne Schmidt und im Pokal ohne viele Fans

Der FCS muss am Dienstag beim Spiel beim TSV Eintracht Stadtallendorf auf Patrick Schmidt verzichten. Der Stürmer zog  sich einen Außenbandriss im Knöchel zu.
Der FCS muss am Dienstag beim Spiel beim TSV Eintracht Stadtallendorf auf Patrick Schmidt verzichten. Der Stürmer zog sich einen Außenbandriss im Knöchel zu. FOTO: BeckerBredel
Saarbrücken. Stürmer des Fußball-Regionalligisten zieht sich Außenbandriss im Knöchel zu. Der Verband bestraft den Club für die Vorkommnisse in Homburg. Von Patric Cordier

Patrick Schmidt, mit 19 Treffern derzeit bester Torjäger des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken, wird heute beim Spiel beim TSV Eintracht Stadtallendorf (Anstoß 19 Uhr) fehlen. Der Webenheimer zog sich bei der 0:1-Niederlage gegen die TuS Koblenz am Samstag einen Außenbandriss im Sprunggelenk zu. „Ich will nichts übereilen, aber da kann man sicher bald wieder mit einem Tapeverband spielen“, sagte Schmidt erleichtert, dass es nicht schlimmer kam.


Schlimm war der Auftritt einiger Anhänger der Blau-Schwarzen beim 2:1-Saarlandpokal-Viertelfinalerfolg beim FC Homburg. Neben massivem Einsatz von Pyrotechnik und Leuchtkugeln im Stadion war es auch nach dem Spiel in der Innenstadt zu Auseinandersetzungen der verfeindeten Fanlager gekommen (wir berichteten). Der Saarländische Fußball-Verband hat den FCS nun mit einer drastischen Strafe belegt: 5000 Euro muss der Club für das Fehlverhalten einer Minderheit berappen. Für das Halbfinale beim FSV Jägersburg erhält der FCS nur 100 Karten. Fahnen und andere Fanutensilien sind für diese Pokalsaison verboten. Der Bereich der Saarbrücker Fans wird Video-überwacht, Vermummung ist verboten. Hinzu kommen weitere Auflagen für ein mögliches Finale und bei erneutem Fehlverhalten die Androhung des Auschlusses aus dem Wettbewerb.

Zurück zur Liga und zum Gastspiel in Stadtallendorf. „Ich war auch noch nie dort, aber ich freue mich darauf“, sagt FCS-Trainer Dirk Lottner, „schließlich ist das ein Verein, der auch immer ganz ordentlich Zuschauer hat. Wir werden auf eine sehr gut organisierte Mannschaft treffen, die zuhause durchaus versucht, mitzuspielen.“

Lottner will nach der 0:1-Heimniederlage gegen die TuS Koblenz am Samstag eine entsprechende Antwort seiner Mannschaft sehen: „Die Jungs haben es in den letzten Monaten immer wieder geschafft, sich zu fokussieren. Dass mal so ein Spiel dazwischen ist wie Koblenz ist, gehört irgendwo dazu. Wichtig ist es jetzt, wieder unser wahres Gesicht zu zeigen.“ Nach dem Ausfall von Schmidt denkt Lottner über eine Systemumstellung von 4-4-2 auf 4-2-3-1 nach. So könnte Markus Obernosterer endlich eine Chance als hängende Spitze bekommen – die Position, auf der der Österreicher in der vergangenen Spielzeit bei der SV Elversberg überragende Spiele abgeliefert hat. Dafür spricht auch, dass Sebastian Jacob noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist und Christoph Fenninger bei seinen vergangenen Einsätzen eher wenig Werbung für eine Berücksichtigung in der Startelf machen konnte.

Marco Kehl-Gomez wird vermutlich ins Team zurückkehren, weil er nach seiner Verletzung und vor dem Spitzenspiel am kommenden Samstag zuhause gegen Waldhof Mannheim Spielpraxis braucht. „Wir nehmen jedes Spiel ernst, auch Stadtallendorf“, sagt Lottner, „aber Waldhof hat natürlich eine andere Priorität. Wir können da einen direkten Konkurrenten vielleicht endgültig distanzieren.“