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FCS-Vizepräsident Pini lässt sein Amt vorerst ruhen

Sebastian Pini lässt sein Amt als Vizepräsident des 1. FC Saarbrücken ruhen, tritt aber nicht zurück. Foto: Schlichter
Sebastian Pini lässt sein Amt als Vizepräsident des 1. FC Saarbrücken ruhen, tritt aber nicht zurück. Foto: Schlichter FOTO: Schlichter
Saarbrücken. Der 1. FC Saarbrücken bestreitet an diesem Samstag sein erstes Heimspiel im neuen Jahr, und nicht der harte Kampf um die Relegationsplätze beherrscht die Schlagzeilen, sondern Vizepräsident Sebastian Pini. Michael Kipp

Sebastian Pini lässt sein Amt als Vizepräsident des 1. FC Saarbrücken ruhen. Das hat der Verein am Freitag mitgeteilt. "Ich möchte unsere tolle Mannschaft nicht mit Diskussionen um meine Person belasten. Daher habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen und habe nun die nötigen Freiräume, um die Angelegenheit juristisch klären zu lassen", erklärte der 47-jährige Jurist via Pressemitteilung. "Es ist ihm nicht leicht gefallen, aber ich respektiere seinen Wunsch. Es ist wichtig, dass wir uns jetzt wieder auf den Fußball konzentrieren", sagte FCS-Präsident Hartmut Ostermann .

Pini soll versucht haben, einen Ultrachef und dessen Gruppe zu nötigen, gegen einen Satzungsänderungsantrag auf der Mitgliederversammlung (MV) des Fußball-Regionalligisten am 24. Februar zu stimmen. Der Ultrachef ging zum Schein auf das Angebot ein - und veröffentlichte auf der MV Pinis Nötigungsversuch. Dazu "belegte" er diesen mit einem mitgeschnittenen Telefongespräch zwischen ihm und Pini.

Seit dieser denkwürdigen Veranstaltung in der Saarbrücker Congresshalle brennt die Luft beim FCS. Das Derby gegen Elversberg ging 0:1 verloren, Pini hat inzwischen die Staatsanwaltschaft wegen Nötigung an der Hacke, und viele Fans sind bitter enttäuscht. Von Pini, vom Präsidium, vom Aufsichtsrat (AR). So versprachen AR-Chef Michael Arnold nebst Kollegen eine zeitnahe Aufklärung, lieferten sie aber nicht. Im Gegenteil. Sieben Tage nach der MV traf sich der AR erstmals. Heraus kamen sie, ohne über Pini geurteilt zu haben. Dafür hatten sie Streit untereinander. Auslöser: AR-Mitglied Claude Burgard. Er habe die Telefongespräche mit Wissen des Ultrachefs und Unwissen Pinis und damit illegal erstellt, wusste demnach vom abgeblichen Nötigungsversuch bereits im Vorfeld der MV, informierte den Rat aber nicht. Als Burgard das bestätigte und ein weiteres, Pini angeblich belastendes Band anbot, eskalierte die Sitzung - und wurde vertagt. Eine Entscheidung zum Thema Pini will der AR am kommenden Dienstag fällen.

Nach dieser Nachricht eskalierte aber das Umfeld. Ist Burgard noch tragbar, ist eine Frage. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Straftatbestandes der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes (§ 201 StGB) ist von Seiten der Staatsanwaltschaft jedenfalls "nicht anhängig", erklärt Isabelle Michels, Sprecherin der Saarbrücker Staatsanwaltschaft. Fans vermuten zudem eine Aussitztaktik, die beim FCS nicht gänzlich unbekannt ist. Die wollen sie diesmal nicht hinnehmen. Bereits vor der ersten AR-Sitzung forderte ein Großteil der Szene den AR in einem offenen Brief dazu auf, eine MV einzuberufen, auf der die Mitglieder Pini abwählen können. Doch die Sitzung eskalierte ja.

Daher wollen die Mitglieder nun selbst eine MV einberufen. So kündigte ein Fanclub neben einer Boykott-Akion an, beim Heimspiel gegen Baunatal an diesem Samstag die nötigen Unterschriften (zehn Prozent der Mitglieder) sammeln zu wollen. Sollte der AR am Dienstag Pini erneut nicht zur Abwahl stellen, reichen sie die Liste ein, schreiben sie in ihrem Brief. Aufsichtsrats-Chef Arnold beschwichtigt aber: "Wir wollen am Dienstag eine Entscheidung über Pini treffen."

Zum Thema:

Auf einen BlickTrainer Fuat Kilic setzt in der Regionalliga-Partie seines 1. FC Saarbrücken gegen den KSV Baunatal am Samstag um 14 Uhr im Ludwigsparkstadion auf volle Offensive. Mit Matthew Taylor und Felix Luz will Kilic von Beginn an mit zwei Spitzen agieren. "Auch Rufat Dadashov und Dominik Rohracker werden in den Kader kommen", sagte Kilic am Freitag. Ob Winterneuzugang Rohracker von Beginn spielen wird, ließ der Trainer noch offen. Verzichten muss Kilic nur auf Kapitän Jan Fießer (Bänderriss im rechten Sprunggelenk) und Max Rupp (Muskelfaserriss).Das Theater um Vize-Präsident Sebastian Pini habe die Trainingswoche nicht beeinflusst. "Wir haben es kurz angesprochen, dann war es außen vor", sagte FCS-Torwart David Hohs: "Wir Spieler tun gut daran, uns um das Sportliche zu kümmern." cor