FCS tritt ohne Tokic und ohne Hoffnung in Russland an

FCS tritt ohne Tokic und ohne Hoffnung in Russland an

In der Champions League wird der 1. FC Saarbrücken heute sehr wahrscheinlich ausscheiden. Auch in der Tischtennis-Bundesliga sieht es derzeit nicht wirklich gut aus. Die Qualifikation für die Playoffs wird richtig schwer.

Der Tischtennis-Bundesligist 1. FC Saarbrücken steht vor den entscheidenden Tagen und Wochen dieser Saison. Zunächst kommt es heute (13.20 Uhr) zum wohl letzten Auftritt in der Champions League . Nach der deutlichen 0:3-Klatsche im Viertelfinal-Heimspiel gegen Titelfavorit Fakel Gazprom Orenburg vergangenen Freitag fährt der FCS quasi ohne Hoffnung auf Erfolg zum Rückspiel nach Russland. Hinzu kommt noch, dass Bojan Tokic aus privaten Gründen nicht mit nach Orenburg gereist ist. "Selbst mit Bojan wären die Chancen nicht sehr groß gewesen, ins Halbfinale einzuziehen", sagt Trainer Slobodan Gruijic, der kurzfristig als Ersatzmann einspringt.

An diesem Sonntag geht es für den FCS beim TTC Fulda-Maberzell (15 Uhr) nicht viel einfacher weiter. Der Tabellendritte der Bundesliga hat aktuell zwei Punkte Vorsprung auf Saarbrücken . Die vergangenen Duelle der beiden Mannschaften gingen, wenn auch meistens knapp, stets an die Hessen. Das letzte Aufeinandertreffen liegt noch nicht lange zurück. Im Halbfinale des DTTB-Pokals kurz vor Weihnachten unterlag Grujics Mannschaft dem Dauerkonkurrenten nach hartem Kampf mit 2:3. Mit seinen beiden Abwehrspielern Wang Xi und Ruwen Filus stellt der Gegner den FCS immer wieder vor große Probleme.

Nur eine Woche nach dem richtungsweisenden Bundesliga-Spiel kommt der ungeschlagene Tabellenführer Borussia Düsseldorf mit Timo Boll in die Joachim-Deckarm-Halle (1. Februar). Verliert der FCS beide Spiele, gerät der angestrebte vierte Platz und das damit verbundene Erreichen der Playoffs nicht nur in Gefahr, sondern vielleicht sogar vorzeitig außer Reichweite. Aktuell ist der FCS Tabellenfünfter.

Von einer schlechten Saison spricht bei den Saarbrückern trotzdem niemand. "In der Champions League haben wir mit dem Viertelfinale unser Ziel erreicht. Auch im Pokal hat die Mannschaft den Sprung in das Finalturnier geschafft. Und so eng, wie es in der Bundesliga zurzeit zugeht, ist auch mit zwei Niederlagen gegen die Spitzenteams noch nicht alles verloren", bleibt FCS-Betreuer Nicolas Barrois weiter optimistisch. "Wenn wir in den letzten vier Spielen der Saison gegen die direkte Konkurrenz punkten, sind wir vorne mit dabei", fügt er hinzu. Außerdem überwiegt bei Barrois nicht die Angst vor Niederlagen gegen Fulda und Düsseldorf, sondern die Hoffnung auf einen Überraschungserfolg: "Wenn wir eins oder sogar beide Spiele gewinnen, können wir uns gegen die direkten Konkurrenten einen kleinen Vorteil verschaffen."