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| 21:15 Uhr

FCS-Trainer Ferner auf Spionage-Tour

Saarbrücken. "Wir haben damit begonnen, die Tränen der Vergangenheit zu trocknen", sagt Dieter Weller, Schatzmeister des 1. FC Saarbrücken zur errungenen Meisterschaft in der Fußball-Oberliga Südwest. Doch was die Saarbrücker in der kommenden Saison in der Regionalliga West erwartet, kann einen fast Tränen ins Gesicht treiben. Sieben zweite Mannschaften tummeln sich in der Liga Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Saarbrücken. "Wir haben damit begonnen, die Tränen der Vergangenheit zu trocknen", sagt Dieter Weller, Schatzmeister des 1. FC Saarbrücken zur errungenen Meisterschaft in der Fußball-Oberliga Südwest. Doch was die Saarbrücker in der kommenden Saison in der Regionalliga West erwartet, kann einen fast Tränen ins Gesicht treiben. Sieben zweite Mannschaften tummeln sich in der Liga. Zwar wird sich wohl mit Borussia Dortmund II eine Reserve in die Dritte Liga verabschieden, doch mit Fortuna Düsseldorf II steht die nächste bereit. Sportlich sind Reserve-Mannschaften unangenehm, zuschauertechnisch eine Katastrophe. Aber auch die ersten Mannschaften Oggersheim, Lotte und Elversberg mobilisieren keine Massen. Mit dem in der Oberliga erreichten Heimspiel-Zuschauerschnitt von 3700 Zuschauern läge der FCS hinter Rot-Weiß Essen (7541) und vor Preußen Münster (3590) und Eintracht Trier (2086) auf Platz zwei der Regionalliga-Zuschauertabelle. "In anderen Ländern spielen die zweiten Mannschaften in eigenen Ligen", sagt Weller: "Die Entscheidung, in Deutschland es anders zu machen, ist nicht in Ordnung." Der FCS rechnet in der kommenden Saison mit 4100 Zuschauern pro Spiel. Nicht nur die Zuschauerzahlen, auch die Halbierung der TV-Gelder macht sich im Etat bemerkbar, der durch weite Fahrten und damit verbundenen Übernachtungen mehr belastet wird. "Es gibt nur noch 90 000 Euro Fernsehgelder", sagt Weller, "dazu eine einmalige Pauschale für die Jugendarbeit von 30 000 Euro". Die Zahlen zeigen, dass die Regionalliga nur eine Durchgangsstation sein sollte. Doch davon wollen die Verantwortlichen nicht reden. "Eine mittel- und langfristige Entwicklung ist uns wichtiger, als kurzfristig hochtrabenden Zielen hinterher zu hecheln", erklärt Vize-Präsident Harald Ebertz: "Wir wollen im vorderen Bereich der Tabelle mitspielen, eine Vorgabe aufzusteigen gibt es nicht." Ebertz warnt davor, die Regionalliga zu unterschätzen: "Unter den ersten Sieben der Tabelle stehen fünf zweite Mannschaften. Die Bundesligisten haben großes Interesse, ihre Reserven in die Dritte Liga zu bringen. Das macht die Sache für Traditionsvereine wie Essen, Münster, Trier oder uns sicher nicht einfacher." Um das eigene Ziel zu erreichen, muss die Mannschaft verstärkt werden. Die Rede ist von sieben neuen Spielern: je zwei Innen- und Außenverteidiger, ein Mittelfeldspieler, ein Stürmer, ein Torwart. Trainer Dieter Ferner ist auf Spionage-Touren in Hessen, Franken und Westfalen gesehen worden. Namen wie Elversbergs Denny Herzig und Nico Zimmermann, Kölns Tim Bauer, Fernwalds Deniz Vural, Wehens Mark Birkenbach oder Brebachs Alexander Ernst stehen im Raum. "Wir sind unterwegs, beobachten viele Spieler und Spiele", erklärt Ebertz: "Noch sind wir aber weit entfernt davon, mit einem Spieler zum Abschluss zu kommen." Den FCS verlassen werden Nazif Hajdarovic (eventuell Bayern München II), Philipp Wollscheid (wahrscheinlich 1. FC Nürnberg II), Pascal Stelletta (war zum Probetraining bei SF Lotte), Stephan Otte (wird mit dem FC Homburg in Verbindung gebracht), Philippe Stelletta, Pierre Hallé (Ziel unbekannt), Fabian Seel und Tobias Rott (Berufsausbildung). cor

HintergrundIm Abstiegskampfder Oberliga haben die SV Elversberg II und der SV Mettlach bei sechs Punkten Rückstand schlechte Karten. Zudem stehen beide heute vor schweren Aufgaben. Die SVE empfängt um 19 Uhr den Dritten FK Pirmasens, Mettlach muss zur selben Zeit beim Meister 1. FC Saarbrücken antreten. Für Elversberg ist es die Chance zur Wiedergutmachung, nachdem Trainer Gary Blissett nach dem 2:5 beim Letzten SG Bad Breisig vom "peinlichsten Tag, seit ich Trainer bin" gesprochen hatte. Mettlach rechnet mit einem ehrgeizigen FCS, der seine Serie ohne Niederlagen beibehalten will. "Bei uns fehlt der letzte Biss", bemängelt Trainer Werner Weiß. Nach dem 2:4 gegen den TuS Mayen, als alle Gegentore nach Standardsituationen fielen, sei seine Elf deprimiert, erklärt Weiß. Seine Hoffnung im Abstiegskampf ist, dass sich die SG Betzdorf eventuell wegen finanzieller Probleme aus der Oberliga zurückzieht. raps