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FCS springt nach hartem Stück Arbeit auf einen Relegationsplatz

Saarbrücken. Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken steht dort, wo er am Saisonende stehen will – auf einem der beiden Relegations-Plätze. Beim 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen den FC Nöttingen „hatten wir zu wenig Tempo, zu wenig Spielverlagerung“, haderte Trainer Fuat Kilic. Patrick Cordier

"Das war ein hartes Stück Arbeit", sagte Daniel Döringer, der in der Nachspielzeit einen Schuss von Timo Brenner kurz vor der Torlinie klärte und damit den FCS-Erfolg rettete. "Auch für ein 1:0 gibt's drei Punkte", stellte Mounir Chaftar nach dem 1:0-Heimsieg des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken am vergangenen Freitagabend gegen den FC Nöttingen fest. Dass der FCS vor knapp 3200 Zuschauern im Ludwigspark-Stadion durch den verwandelten Handelfmeter von Felix Luz (86. Minute) verdient gewonnen hat - das steht außer Frage. Die Saarbrücker zogen damit am Saar-Rivalen SV Elversberg vorbei und belegen Relegationsplatz zwei. Der bisherige Tabellenzweite kam am ebenfalls am Freitagabend im Spitzenspiel beim Tabellenführer Kickers Offenbach zu einem 0:0.


Sehr defensiv eingestellte Gäste


Der 1. FC Saarbrücken tat sich schwer gegen einen so defensiven Gegner wie den FC Nöttingen. Die Gäste versuchten mit fünf Spielern in der Abwehr und einer Viererkette davor hauptsächlich, Fußball zu verhindern. "Wir hatten zu wenig Tempo, zu wenig Spielverlagerung, zu wenig Tempowechsel im Freilaufverhalten", erklärte Saarbrückens Trainer Fuat Kilic. Er sah das Problem in der Umsetzung der von ihm ausgegebenen Marschroute, nicht in der von ihm gewählten Taktik.

Kilic begann im Mittelfeld mit Döringer und Spielführer Jan Fießer als "Doppelsechs". Dem Kapitän war die Verletzungspause anzumerken - er hatte wegen eines Bänderrisses gefehlt. Offensiv-Impulse gingen von ihm kaum aus.

Auf den Außenpositionen mühten sich Sven Sökler und Dominik Rohracker meist vergebens. Erst als Sökler nach einer Stunde zum "kreativen Zentrum" in der Mitte werden durfte und die eingewechselten Dennis Wegner und Marius Willsch von den genauen Pässen des Saarbrücker Spielgestalters sowie von ihrer Schnelligkeit profitieren konnten, wuchs der Druck der Gastgeber auf die Nöttinger. So sehr, dass das Handspiel, das zum Strafstoß führte, ein fast folgerichtiger Fehler der Nöttinger war. "Es ist gut für den Trainer, wenn er verschiedene Systeme spielen kann", sagte Stürmer Luz lächelnd mit Blick auf die Umstellungen von Kilic.