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Regionalliga-Heimspiel gegen Mainz 05 II
FCS hat noch Baustellen trotz Aufwärtstrend

Über die jüngsten Defensiv-Leistungen seiner Mannschaft regte sich Dirk Lottner, der Trainer des 1. FC Saarbrücken, mächtig auf.
Über die jüngsten Defensiv-Leistungen seiner Mannschaft regte sich Dirk Lottner, der Trainer des 1. FC Saarbrücken, mächtig auf. FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken. Der 1. FC Saarbrücken spielt am Samstag gegen Mainz 05 II. Der Ludwigspark bereitet wieder Sorgen. Von Patric Cordier

Fußball-Freunde, die an diesem Samstag (14 Uhr) die Regionalliga-Partie des 1. FC Saarbrücken gegen den FSV Mainz 05 II sehen möchten, sollten sich früher auf den Weg ins Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion machen, denn die Autobahn A620 wird saniert und ist ab Klarenthal gesperrt.


Nicht richtig voran geht es auch mit dem Umbau des Ludwigsparkstadions. Zwar wird auf der Baustelle gearbeitet, die Verhandlungen mit dem einzigen Bieter – nach SZ-Informationen die St. Ingberter Firma Groß – für die mittlerweile aufgehobene Ausschreibung der Betonteile für die Tribünen treten auf der Stelle. „Solange das Verfahren läuft, können wir zum Stand der Dinge keine Auskunft geben“, sagte Baudezernent Heiko Lukas und erteilte Gerüchten über ein Kompensationsgeschäft mit Namensrechten für die Tribüne eine Absage: „In den Verhandlungen war und ist eine Kompensation in welcher Form auch immer kein Thema, das wäre auch rechtlich nicht zulässig.“ Außerdem verhandelt man mit dem Innenministerium um die Finanzierung einer Polizeiwache im Stadion, die in den aktuellen Plänen nicht vorgesehen war und daher auch nicht im Kostenbudget veranschlagt ist.

Auch spielerisch ist beim FCS derzeit vieles holprig, was in der vergangenen Saison noch leicht von der Hand ging. Die jüngsten Ergebnisse deuten zwar einen Aufwärtstrend an, doch war beim 6:3 gegen Astoria Walldorf vor allem die Defensivleistung der A-Mannschaft alles andere als meisterlich. Auch die B-Elf ließ beim mühsamen 3:1 im Saarlandpokal gegen Saarlandligist VfL Primstal etliche Möglichkeiten für den Außenseiter zu. „Das hat schon bei der Niederlage in Homburg angefangen, als uns nach dem ersten Freistoß das Spiel aus den Händen glitt“, sagt FCS-Trainer Dirk Lottner und nennt mögliche Gründe: „Es kann eine Mischung sein aus Konzentration, aus weniger machen, aus Überheblichkeit. Aber wir haben das angesprochen.“



Gegen die unbequemen Mainzer soll es besser werden. „Sie haben in dieser Saison mehrere Spielsyteme gespielt“, sagt Lottner: „Und sie haben mit Karl-Heinz Lappe den Torjäger schlechthin.“ Den wollte der FCS auch haben, nun muss man ihn verteidigen. „Wir müssen dem Gegner gleich das Spielerische nehmen, in die Zweikämpfe kommen und die hart führen“, sagt Abwehrchef Steven Zellner, der unter der Woche seinen Vertrag verlängert hat: „Ich fühle mich hier richtig wohl und habe ein Ziel, das ich diese Saison gerne noch erreichen will.“ Um aufzusteigen, muss man seine Baustellen abarbeiten. Auch gegen Mainz. Dazu werden Fanol Perdedaj und Markus Mendler nach abgelaufener Sperre wieder beitragen können.