Fußball-Regionalliga Südwest: FCS sieht sich heute klar im Vorteil

Fußball-Regionalliga Südwest : FCS sieht sich heute klar im Vorteil

Mendy und Mendler sind wieder nicht im Kader. Drei Ex-Elversberger starten wohl.

Wenn der 1. FC Saarbrücken heute Abend um 19 Uhr beim Meister SV Elversberg antritt, ist es für Marlon Krause ein ganz besonderes Spiel. Der Neuzugang des Fußball-Regionalligisten trifft seinen ehemaligen Trainer Karsten Neitzel wieder, der jetzt die SVE betreut. „Unter ihm hatte ich meine vielleicht erfolgreichste Zeit bei Holstein Kiel. Ich weiß, wie er tickt, wie er spielt“, sagt der Defensivspezialist: „Es ist ja mein erstes Saarderby. Aber man merkt schon, für die Saarländer ist es ein bedeutendes Spiel. Aber am Ende eines, das auch bei null beginnt. Wir sind heiß und werden alles dafür tun, dass wir die drei Punkte mitnehmen.“

Der 4:1-Auftaktsieg am Freitagabend beim SSV Ulm hat die Brust breit gemacht. FCS-Trainer Dirk Lottner findet, dass auch die frühe Ansetzung der Begegnung im Spielplan ein Vorteil für seine Mannschaft sein könnte. „Wir hatten unseren Kader früh komplett und konnten die Abläufe einstudieren, die wir haben wollten“, sagt Lottner: „Ich glaube, da haben die Elversberger noch etwas zu arbeiten, weil sie im Laufe der Vorbereitung immer wieder Spieler dazubekommen haben.“ Dennoch darf man den Gastgeber sicher nicht unterschätzen – auch oder gerade weil dessen Start beim 0:0 gegen Aufsteiger Eintracht Stadtallendorf eher behäbig wirkte. „Es wird ein ganz anderes Spiel, weil wir nicht so passiv auftreten werden wie Stadtallendorf“, sagt Lottner: „Eine Qualität von Elversberg sind Standardsituationen. Da haben sie Kaliber drin, gegen die wir uns wehren müssen. Da brauchen wir eine hohe Aufmerksamkeit und ein großes Bewusstsein für den Gegenspieler.“

Dass der FCS im Stadion an der Kaiserlinde die Mehrheit der Fans im Rücken haben wird, dürfte keine Überraschung sein. „Wir haben unser Kontingent von knapp 2000 Karten restlos abgesetzt“, erklärt FCS-Sportchef Marcus Mann. Karten gibt es aber noch an der Tageskasse. Keine Überraschung auch wird der Kader des FCS. „Es sieht danach aus, dass wir mit dem gleichen Kader anreisen wie nach Ulm“, sagt Lottner. Demnach wären Markus Mendler und Alexandre Mendy wieder außen vor.

Ebenfalls sicher dürfte sein, dass mit Torwart Daniel Batz, Verteidiger Marco Kehl-Gomez und Spielmacher Markus Obernosterer gleich drei Spieler in der Startformation stehen werden, die in der abgelaufenen Saison noch den Aufstieg mit Elversberg verpasst haben. „Natürlich ist man gegen seinen Ex-Verein umso mehr motiviert“, weiß Ex-Profi Lottner. Er wirkt entsprechend auf seine Schützlinge ein: „Wichtig ist, dass man seine Linie im Spiel nicht verliert. Dass man nicht meint, man müsse was Besonderes machen. Ich werde darauf hinweisen, dass sie nicht überdrehen.“

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