FCS richtet Kampfansage an die Konkurrenz

Tischtennis : FCS richtet Kampfansage an die Konkurrenz

Der Tischtennis-Bundesligist will in dieser Saison um die Titel mitspielen. Der Liga-Auftakt ist schwer.

Beim 1. FC Saarbrücken sind die Ambitionen für die neue Saison groß. Nachdem der Tischtennis-Bundesligist in der vergangenen Saison sowohl in der Bundesliga (gegen die TTF Ochsenhausen) als auch im ETTU-Pokal (gegen GV Hennebont) erst im Endspiel gescheitert war, wollen die Saarbrücker am Ende der jetzt beginnenden Spielzeit selbst einen Pokal in der Hand halten.

„Einen Titel wollen wir schon. Ich glaube, dass wir stark genug sind dafür. Nach der letzten Saison haben wir viel Selbstvertrauen. Ich denke, dass wir die Ziele nun etwas offensiver stecken können“, sagt Saarbrückens Topspieler Patrick Franziska. Slobodan Grujic sieht das ähnlich. Der FCS-Trainer fasst lediglich den zeitlichen Rahmen etwas weiter als sein bester Spieler: „Unser klares Ziel ist, dass wir in den nächsten Jahren einen Titel holen. Aber zuerst müssen wir die Playoffs erreichen. Und wenn wir das geschafft haben, dann wollen wir auch alles.“

In der Bundesliga hat der Vizemeister an diesem Samstag um 19 Uhr in Ochsenhausen direkt am ersten Spieltag die Gelegenheit, sich für die Finalniederlage zu revanchieren. „Natürlich hat es uns – und mich ganz besonders – gewurmt, dass wir da verloren haben. So eine Niederlage kitzelt einen schon. Von daher ist es ganz gut, dass wir direkt wieder gegen Ochsenhausen spielen“, schickt Franziska schon einmal kämpferische Grüße in Richtung des Meisters.

Wie in der vergangenen Saison beginnt auch die neue Spielzeit für die Saarbrücker mit dem denkbar schwersten Auftaktprogramm. So empfangen die Blau-Schwarzen unmittelbar nach dem Start beim aktuellen Titelträger zuhause den Rekordmeister Borussia Düsseldorf (25. August, 15 Uhr, Joachim-Deckarm-Halle in Saarbrücken). Für den FCS bedeutet das, schon sehr früh in der Saison eine Standortbestimmung vornehmen zu können, auch wenn die ersten Ergebnisse gegen die voraussichtlich größten Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft noch nicht entscheidend sein dürften.

„Im letzten Jahr haben wir zu Beginn zwei Mal verloren. Danach haben wir ganz stark gespielt und neun Mal in Folge gewonnen. Daran sieht man schon, dass die ersten beiden Spiele noch nicht entscheidend sind. Aber wir werden sehen, wo wir stehen“, sagt Grujic. „Letztes Jahr haben wir am Anfang gegen Ochsenhausen und Düsseldorf verloren. Da ist der Druck schon größer danach“, erinnert sich Franziska und gibt die Richtung vor: „Dieses Jahr soll das anders werden.“

Personell hat sich beim FCS einiges geändert. Mit dem 28-jährigen Chinesen Shang Kun vom letztjährigen Saarbrücker Halbfinalgegner im ETTU-Pokal, K.S. Dekorglass Dzialdowo, haben die Saarbrücker Franziska einen zweiten erfahrenen Topmann an die Seite gestellt. Der 19-jährige Rumäne Cristian Pletea, der in der vergangenen Saison für den FCS nur international an den Start gegangen war, gehört nun auch zur Bundesliga-Mannschaft. Dagegen hat der Taiwaner Liao Cheng Ting den Verein nach nur einer Saison wieder verlassen. „Ich glaube, dass wir noch mal stärker geworden sind in diesem Jahr. Mit Shang haben wir einen erfahrenen Spieler hinzugewonnen. Allerdings ist die ganze Bundesliga in diesem Jahr vielleicht so gut wie noch nie“, sieht Grujic den FCS für die anstehenden Aufgaben gewappnet. Franziska geht noch einen Schritt weiter und prophezeit: „Unsere Mannschaft ist vielleicht so stark wie noch nie.“

fcs-tischtennis.de

Mehr von Saarbrücker Zeitung